Ein Laden wie aus dem Märchen – das ist Fabrikat in Zürich. Ein Besuch in der Militärstraße 76 gleicht einer Zeitreise zur Jahrhundertwende. Das Geschäft erinnert an einen Kolonialwarenladen zur Zeit Jules Vernes. In gefühlt hunderten Schubladen und Fächern gibt es scheinbar unendlich viele Sachen zu entdecken – Kalligrafie-Federn, handgemachte Notizbücher, Grußkarten, aber auch Werkzeug und Bücher. Zentrales Element ist eine traditionelle Verkaufstheke, wie man sie heute kaum noch im Handel findet. Dahinter steht der Verkäufer als Experte und Ansprechpartner. Das besondere Flair des Ladens ist sofort spürbar, gleichzeitig stellt sich Stöberlust beim Kunden ein.

Analoge Erlebnisse in einer digitalisierten Welt - genau das war das Ziel der Macher Regina Schibli und Donovan Gregory, die das Ladendesign zusammen mit ihrem Team entworfen und auch komplett selbst gebaut haben. Rund 14 Monate haben sie geplant, geschraubt und gehämmert und alle Holzelemente selbst gesägt, Glas selbst gefräst und altes Eisen verschraubt. Das individuelle Ladendesign unterstreicht das ausgesuchte Sortiment. Nur handgemachte Produkte, von denen man glaubt, dass sie es eigentlich schon längst nicht mehr gibt.

Das Motto von Fabrikat: „Working goods for good Working“. Und wie das geht, machen die Inhaber im angegliederten Grafik- und Design-Studio „Designers` Club“ und der Galerie „The Trace Gallery“ klar. Parallel dazu bauen sie außerdem eine eigene Künstlerwerkstatt sowie eine eigene Manufaktur auf. Damit auch nicht ganz so Kreative in den Genuss des Fabrikat-Feelings kommen können.