Ein Store mit dem Namen Heike klingt erstmal ziemlich deutsch, niedlich, fast bieder. Doch in einer der unzähligen kleineren Millionenstädte Chinas hat Anfang des Jahres ein Laden mit dem Namen Heike eröffnet, der alles andere als altbacken ist. Der Name kommt vom gleichnamigen chinesischen Label Heike, das exklusiv in diesem Geschäft verkauft wird. Schwarz zu Schwarz lautet dabei die Formel für das Ladendesign.

Beton spielt in der „Heike Boutique“ in Hangzhou eine maßgebliche Rolle. Das lokale Architekturbüro AN hat den Laden entworfen und die rohe Betonhülle des Gebäudes geschickt als stilbildendes Element genutzt. In der Mitte des Geschäftes dient ein skulptural anmutendes Raumgebilde als geräumige Umkleidekabine. Dezente silberne Pendelleuchten und hinterleuchtete schwarze Wandpanels verstärken den Industrielook zusätzlich und geben den Räumen eine asiatische Anmutung. Eine kleine Bar macht das Interior komplett.

Auch wenn der Laden auf den ersten Blick recht düster wirkt, kommt durch die Fensterfronten an drei von vier Seiten sehr viel Licht auf die Fläche. Zum Teil sind vor den Fenstern allerdings auch Warenträger angebracht. Die vornehmlich schwarze Kollektion zeichnet sich wie ein Scherenschnitt ab.

Das Geschäft mit 200m² liegt versteckt im dritten Stock eines modernen Gebäudes. Um in den Laden zu gelangen, müssen Kunden erst durch ein Möbelgeschäft laufen, bevor sie über eine schmale Treppe die Heike Boutique erreichen. Die Exklusivität bleibt somit garantiert bewahrt. Und wie es sich für coole, moderne Stores gehört, kann der Laden auch für Events und Kunstausstellungen genutzt werden.