Shoreditch, East London. Unabhängig, edgy. Mittendrin: Hostem. Seit 2010 der Store für avantgardistische, progressive Männermode am Platz. Das Sortiment: Exklusive japanische Brands wie Visvim und Junya Watanabe neben der Avantgarde. Comme des Garçons, Haider Ackermann, Rick Owens, Raf Simons.

Unzählige Preise, immer in Bewegung, ein Store to watch par excellence, fortwährend, permanent, ohne Verfallsdatum. Zunächst erweitert um den Chalk Room im Erdgeschoss, ein Raum für Maßanfertigung, für Pop up-Shops und Kunst-Events. Der Macher von Hostem, James Brown, unterstützt nicht nur junge Musiker und Künstler, sondern gibt auch selbst ein Kunstmagazin heraus.

Kürzlich erweitert um ein weiteres Obergeschoss inklusive Mezzanine. Für: Womenswear. Das Sortiment, ebenfalls kunstvoll kuratiert mit Kollektionen von Yohji Yamamoto, Alice Waese, Guidi, Thom Browne und Toogood. Das Store Design: hell, nackte Gipswände, Loft-Feeling, ein Fischgrätboden aus 4.500 handverlegten Stahlfliesen, maßgefertigte Warendisplays, darunter Mini-Gewächshäuser aus Stahl und Glas auf Stelzen.

Unten, bei den Männern: rauer, robust, kompakt, unvollkommen. Eisengeländer, Stahl-Balustraden, Beton, unbehandelte Holzböden. Ein Baldachin aus schwerem Canvas. Handleuchten mit Lampenkäfigen sorgen für diffuses Licht. Der Laden wirkt wie ein Dachboden, voller Antiquitäten, voller Schätze und Geheimnisse. Privat, still, intim. Das Store Designteam von Jamesplumb, London, hat dafür antike Schränke, Tische, Türen, Leitern, alte Bierfässer, Koffer und ein Chesterfield-Sofa aus dem 19. Jahrhundert aus aller Herren Länder zusammengetragen. Das Highlight, die Ladentheke: eine alte Kirchenbank. Himmlisch.