Pas de Calais – so französisch der Name auch klingt, das Label ist durch und durch japanisch. Jetzt wagt das japanische Label einen großen Schritt und eröffnet seinen ersten europäischen Laden – in Paris, da schließt sich dann doch der Kreis.

Das Label um die Designerin Yukari Suda steht für einen klaren japanischen Stil, kombiniert mit französischer Eleganz. Daher auch der französische Name. Und dieser Stil beschreibt auch gut den Look des Ladenbaus. Denn genau wie in der Kollektion auf klare Schnitte und die Verwendung edler Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen und Seide gesetzt wird, so vertraut man im Interior Design auf ein klares Bild und Klassiker wie Holz, Stein und Schiefer.

Blickfang ist definitiv der Fußboden: Ein Mosaik aus kleinen Massivholzplättchen. Solch einen außergewöhnlichen Holzboden hat man bisher selten gesehen. Auch wenn das Puzzeln wohl ewig gedauert haben mag – das Ergebnis kann sich sehen lassen. Als Präsentationsfläche für Schuhe und andere Accessoires dient eine Massivholzbank mit Betonsockel. Die Bekleidung hängt an einer dezenten schwarzen Stahlkonstruktion, die an der Decke befestigt ist. Der Verkaufstresen ist aus grauem Schiefer hergestellt. Alles klar, dezent und in Beige und Grautönen gehalten.

Der Laden liegt inmitten des Marais-Viertels und in direkter Nachbarschaft zu Läden von Helmut Lang, Lemaire und Tom Greyhound. Fast fühlt es sich an, als ob mit Pas de Calais ein fehlendes Puzzleteil hinzugekommen wäre. Und so mancher wird sich sicher fragen, warum er dieses vermeintlich französische Label erst jetzt entdeckt.