Gleich der Eingang ist ungewöhnlich: Ein großes, rundes Portal, hinter dem ein Tunnel erst die Blicke, dann Kunden ins Ladeninnere von Sneakerboy in Melbourne zieht. Die Beleuchtung im Tunnel ändert sich je nach Tageszeit, bis hin zu einem Nachtclub-Rot am Abend. Im Ladeninneren, das wie eine U-Bahn-Station wirkt, stehen alle Sneaker dicht aneinandergereiht in Wandregalen aus Glas. Jedes einzelne Modell kann individuell beleuchtet werden. LED-Ticker, die unter jedem Regalfach laufen, zeigen das Label des darüber ausgestellten Sneakers an, begrüßen die Kunden oder weisen auf besondere Aktionen hin.

Die Glas-Displays geben den Blick frei auf insgesamt 1200 Meter Kabel, die eine Idee davon geben sollen, was es braucht, um vernetzt zu sein. Denn Sneakerboy ist mehr Showroom als Laden, es gibt kein Lager, keine Kassen. Bezahlt wird per Smartphone, die Ware nach Hause geliefert. Informationen über das Produkt erhält der Kunde per App, nachdem er das Produkt mit seinem Handy gescannt hat. Ein begehbarer Online Store, das soll Sneakerboy sein.

Der Vorteil: Es gibt einen großzügigen Anprobebereich. In schwarzen Stahl-Displays stehen ordentlich alle Modelle in allen Größen zum Hineinschlüpfen bereit, was den Raum wie eine Bibliothek wirken lässt. Glasbausteine sorgen für Helligkeit. Für das Store Design zeichnet March Studio verantwortlich.