Der erste eigene Laden ist für ein Label immer etwas Besonderes. So auch für das Pariser Unternehmen VSP, kurz für „Very Special Pieces“ , hinter dem der in Paris lebende Türke Kadri Soygül steckt. Das Luxus-Label ist vor allem bekannt für cleane, sehr gut geschneiderten Produkte, oft mit ausgefallenen Lederelementen kombiniert. Da das Unternehmen vor sieben Jahren im Pariser Marais gegründet wurde, sollte der Laden auch dort entstehen. Die passenden Räumlichkeiten fanden die Macher in der Rue Debelleyme 19, gleich um die Ecke der Läden von Helmut Lang und Closed. Für das Ladendesign holte Kadri Soygül den türkischen Architekten Han Tümertekin an Bord.

Die Idee: Die Räumlichkeiten in ihren Ursprungszustand zurückzuversetzen und so dem Laden sein ursprüngliches Marais-Flair zurückzuzugeben. Anschließend sollte der Store mit nur wenigen außergewöhnlichen Elementen individualisiert werden – fast wie bei der Mode von VSP. So wurde alles, vom Boden bis zur Decke, in seinen Originalzustand gebracht. Schicht um Schicht alte Farbe wurde abgetragen. Übrig blieben offenes Gebälk, rohe Backsteine und unverputzte Wände.

Der Clou: Mit einer gebogenen Metallplatte, die sich über Wände und Decke des Verkaufsraums zieht, gab Architekt Han Tümertekin dem Laden einen individuellen Schliff. Die Platte reflektiert das Tageslicht von draußen und schafft viel Licht im dunklen Laden. Passanten spiegeln sich zudem in der auf Hochglanz polierten Platte und werden beim Vorbeilaufen auf das Innere des Ladens aufmerksam gemacht.