Die Ausgangslage war alles andere als einfach: 1200 Sorten Wein, insgesamt rund 12.000 Flaschen, 70m² Ladenfläche verteilt auf zwei Stockwerke. Kein Lagerraum. Das waren die Gegebenheiten für eine Weinhandlung, die im letzten Jahr in Stuttgart entstand. Doch wie bringt man das alles so in Form, dass kein heilloses Durcheinander entsteht? In gewöhnlichen Weinhandlungen löst man dieses Problem gerne mit Holzregalen aus Eiche, Bastkörben und Weinkisten. Die kamen hier aber nicht zum Einsatz, denn der Platz war einfach zu knapp. Stattdessen entwickelte das Stuttgarter Designbüro Furch ein buntes Regalsystem aus Metall, das die Weinhandlung in einen futuristischen Store verwandelt.

Das Inventar beschränkt sich auf das Wesentliche: Weinflaschen. Regale mit Weinflaschen. Doch die Regale sind wahre Eyecatcher und setzen den Wein gekonnt in Szene. Quadratische Elemente in 21 verschiedenen Regenbogenfarben bilden das Grundgerüst. Ein Regal kann jeweils 25 Flaschen Wein tragen. Maximal sechs Elemente können übereinander gestapelt werden. Die Wände sind in Schwarz gestrichen, der Boden ist Weiß, dazu gibt es Beleuchtung mit Schwarzlicht. So leuchten die Farben der Regale ganz besonders intensiv.

Das Konzept wurde angepasst an die vielen jungen Weinproduzenten, die auch die Wein-Etiketten fernab von Tradition und klassischer Weinästhetik oft ganz modern designen. Das Regalsystem mit dem Namen „386 fourpointeight" vereint Funktion, Präzision und Ästhetik in einfacher aber wirkungsvoller Art und Weise und zeigt somit, dass auch mit einer simplen Idee ein beeindruckendes Ladenlokal geschaffen werden kann.



Mehr Visual Merchandising-Inspirationen aus anderen Branchen finden Sie in der TW 52 vom 24. Dezember 2013. Die digitale Ausgabe steht bereits am 23. Dezember 2013 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.