Was wäre ein Berlin-Besuch ohne Store-Check? Mitte, das ist klar. Die Fenster und Flächen im KaDeWe sind auch immer einen Blick wert. Dann nach Kreuzberg, Voo Store und XXX Concept Store. Im Fokus: frische, unverbrauchte Labels, die Verknüpfung von Mode und Design-Objekten, Büchern und Kosmetika. Und dann? Diese spannenden Läden haben vergangenes Jahr in Berlin eröffnet und bieten neue Impulse für die Sotimentsgestaltung wie für das Visual Merchandising gleichermaßen:

Aesop. Berlin hat einen neuen Magneten: Seit Oktober gibt es in Berlin Mitte einen Laden der australischen Kosmetikmarke Aesop. Das Label ist bekannt für sein innovatives Store Design: Grüne, handgemachte Betonfliesen bedecken Boden und Wände und schaffen so eine zwar klinische, aber dennoch sehr ästhetische Atmosphäre. Die Theke bildet eine Arbeitsplatte aus geölter deutscher Eiche. Das Waschbecken zum Testen der Seifen und Ausprobieren der anderen Produkte stammt von einem alten Bauernhof aus den 50er Jahren. So entsteht eine Verbindung zu dem denkmalgeschützten Gebäude, das früher mal ein Milchladen war. Alten Schönhauser Straße 48

Civilist/Nike SB. Civilist meets Nike. Neue Nationalgalerie meets Skatepark. Mehr braucht es kaum, um diesen neuen Skater-Treffpunkt zu beschreiben. Hier gibt es alles, was das Skater-Herz begehrt von Nike SB, Girl, Chocolate, Palace, Radio, Ambivalent, Diamond, Independent, Spitfire und Thrasher. Alles gebettet in viel Stahl und Glas, sehr cool eben. Brunnenstraße 13

Konzept 86 The Wye. Mode zum Mieten. Das kennt man eher aus dem Internet. Konzept 86 ist ein neuer Concept Store, betrieben durch aufstrebende Jungdesigner, in dem Mode zu einem Bruchteil des Kaufpreises vermietet wird. Das Thema der Wiederverwendung findet sich auch in der Shop-Gestaltung: Eine textile Wandskulptur entstand aus Fenster-Sichtschutz, die Kleiderständer aus Rohren, die bereits vorhanden waren. Skalitzerstraße 86

Simon & Me. Mitten auf dem Bergmannkiez in Kreuzberg hat sich das junge Lifestyle-Label Simon & Me 2012 ein neues Zuhause geschaffen. Ganz reduziert, minimalistisch. So gestalten die Macher auch das Sortiment: Neben Simon & Me werden nur ausgewählte, zeitlose Produkte angeboten, die in Deutschland produziert wurden. Darüber hinaus kann fast jedes Produkt personalisiert werden. Das ist ein kostenloser Service des Hauses. Sehr sympathisch. Fidicinstraße 17

Silo Store. Hier eröffnet sich gleich eine andere Welt. Spanien. Frisch, bunt, fröhlich, natürlich. Die drei Macherinnen präsentieren junges Design und traditionelle Handwerkskunst aus Spanien. Schals neben Keramik. Schmuck neben Holzspielzeug. Daneben Olivenöl, Schokolade und Wein. Alles stammt aus kleinen Familienbetrieben. Ein Hingucker: das modulare System aus Holz in der Ladenmitte, das eine der Store-Inhaberin selbst designt hat. Senefelderstraße 33

Bass Cadet Records // Down by Retro. Berlin liebt Hybride: Schallplatten-Laden auf der einen Seite (Bass Cadet Record) und ein Vintage-Store auf der anderen (Down by Retro). Die außergewöhnliche Kombination liefert auch einen außergewöhnlichen Mix an Kunden und Besuchern sowie eine außergewöhnliche Atmosphäre. Die Ladengestaltung: ganz unaufgeregt mit weißen Wänden und viel Kieferholz. Hörstationen laden zum verweilen ein. Weserstr. 189