Aufbruch, Neuanfang, blauer Himmel und gute Laune – das sind Schlagworte, die mit dem Frühling in Verbindung gebracht werden. Blumen, Grünpflanzen und Vögel werden wohl deshalb so gerne in Frühjahrs-Dekorationen als Stilmittel eingesetzt. Das ist auch in diesem Jahr so.

Neu ist dagegen die in vielen Fenstern sehr reduzierte, cleane Gestaltung. Monochromes Weiß, ein bisschen Neon. Scharen von weißen Vögeln vermitteln Leichtigkeit und heben die Stimmung. Aber auch Dschungellandschaften, ganz klassisch als grüner Urwald und mal ganz anders mit 3D-Effekt, sind zu sehen. Das sind die ersten Frühlingsvorboten im Schaufenster.



APROPOS. Alljährlich Ende Februar, Anfang März herrscht Hochbetrieb am Himmel über Deutschland: Die Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück. Spätestens jetzt weiß jedes Kind, dass die düstere Winterzeit dem Ende zugeht. Ähnliche Assoziationen weckt auch die aktuelle Schaufensterdekoration bei Apropos in Köln. Heerscharen von weißen, an Schnüren aufgehängten Vögeln umflattern die Display-Mannequins. Alles ganz in Weiß, damit die Mode wirken an.



JADES. Monochrom weiß wird auch bei Jades in Düsseldorf die Frühjahrssaison eingeläutet. „Das ist zur Zeit wieder mal absolut im Trend", sagt Domagoj Mrsic von Sayonara Visual Concepts, der die Fenster gestaltet hat. Bewegung kommt in die Dekoration durch die Silhouetten von übergroßen Blumen aus Acryl mit Stengeln und Blütenstempeln aus Neonröhren. Über Projektionen färben sich die Blüten langsam, fast so als würden sie frisch erblühen. „Ein guter Eyecatcher, der der Mode aber genug Raum lässt, um sich zu entfalten", so Mrsic.



LODENFREY. Hart trifft zart – auf diese einfache Formel lässt sich die Frühjahrsdekoration bei Lodenfrey in München bringen. Im Vordergrund stehen und sitzen die Schaufensterfiguren auf einer schlichten Betontreppe. Eyecatcher an der Rückwand sind in verschiedenen Neon-Farben gestaltete Blumenbilder. Die Farbe wiederholt sich in dem auf die Fenster aufgebrachten Schriftzug New Season. „Wir wollten uns hierbei auf die eigentliche Aufgabe eines Schaufensters konzentrieren, die Fokussierung des Produkts“, erklärt Madeleine Wellern, Leitung Visual Merchandising bei Lodenfrey.



MORE JADES. Bei More Jades in Düsseldorf wird der Frühling in der Sprache der Vulkanier begrüßt. Genauer gesagt mit einem Neon-Schriftzug, der den aus Raumschiff Enterprise bekannten vulkanischen Gruß mit den zwischen Ring- und Mittelfingern gespreizten Fingern symbolisiert. Vor einer stilisierten Wolkenformation sind außerdem zu sehen: das Victory-Zeichen, die Faust und das Herz. Und natürlich „Daumen hoch“ für die Frühjahrsmode.



KAISER. Dschungelfieber mal anders bei Kaiser in Freiburg. Einziges Gestaltungselement an Boden und Rückwänden ist ein 3D-Druck. Zum genaueren Betrachten benötigt man die entsprechende Brille. Die tragen nicht nur die Display-Manequins im Fenster, interessierte Passanten können für tiefere Einblicke ihre 3D-Brille in der Designermode-Abteilung des Hauses abholen. Beim Betrachten ergibt sich dann ein verändertes Farbbild, und es scheint, als würden die Figuren im Dschungel schweben. „Wir sehen 3D aber auch ohne die dazu gehörige Brille als Trendthema", sagt Leila Heller-Wamsler, Abteilungsleiterin Dekoration bei Kaiser.



MCNEAL. Auf Abenteuerreise durch Südamerika. Die Schaufensterdekoration bei McNeal in Berlin entführt in einen grünen Urwald. Die Planzen sind echt, ein übergroßer Fallschirm dagegen nur auf die Fensterscheibe geklebt. Von einer Figur  gehaltene Seile ziehen den Betrachter förmlich in den Store. Dschungelgeräusche sorgen für den passenden Sound. Motto: Panamerican Heroes.