New York, London, Paris. Diese drei Modemetropolen zählen auch zu den Top-Destinationen, wenn es ums Window-Shopping geht. Nicht nur, aber besonders zur Weihnachtszeit. Während die Londoner Dekorationen für einen traditionellen, klassisch-opulenten Stil stehen, geht es in New York meist eher cool zu. Und Paris? Die französische Hauptstadt ist anders, auch wenn es um die Vorlieben bei der Weihnachtsdekoration geht. Ein bisschen schicker, weniger nostalgisch, aber ausgesprochen detailverliebt. Auch in diesem Jahr, das zeigen die Inszenierungen in den Fenstern der Warenhäuser Galeries Lafayette, Le Printemps und Le Bon Marché. Die Ware spielt dort eine absolut untergeordnete Rolle. Der große Auftritt zählt. Ganz nach dem Motto: nähertreten, schauen, staunen, eintreten.

LE PRINTEMPS. Triple P: Printemps, Prada, Paltrow heißt das Erfolgsrezept der tradtionellen Weihnachtskooperation der Pariser-Warenhauskette. Nach Dior im vergangenen Jahr hat das Unternehmen in diesem Jahr Prada als Weihnachtsmann engagiert. Unter dem Motto „Noël 2013, Joyeuse Obsession by Prada“ sind unter anderem elf Schaufenster am Boulevard Haussmann in Zusammenarbeit mit dem italienischen Designhaus gestaltet worden. Enthüllt wurden sie Anfang November mit großem Tamtam von Gwyneth Paltrow, die selbstverständlich Prada trug. Die Hauptrolle bei der Inszenierung der Weihnachtsfenster spielen allerdings andere: 80 elegant gekleidete Teddybären und das typische Prada-Schachbrettmuster. Tradition, modern interpretiert.

LE BON MARCHÉ. Sehr elegant, sehr künstlerisch, fast schon poetisch muten die Schaufenster von Le Bon Marché am Rive Gauche an. Ware? Fehlanzeige. Dafür kann sich der Betrachter in einer Art Zauberwald verlieren. Von innen beleuchtete, golden ausgekleidetet Säulen erinnern an Birkenstämme. Kleine Männchen wurden wohl dosiert mit Zipfelmützen ausgestattet, klettern und schweben durch die Inszenierung.

GALERIES LAFAYETTE. Zwar auch ohne Ware, aber ganz anders als Le Bon Marché inszenieren die Galeries Lafayette das Weihnachtsfest. Niedliches, detailreiches Puppentheater lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen, sondern lädt auch Erwachsene zum Nähertreten und Verweilen ein. Motto: „Es war einmal Weihnachten". Auch Märchenfenster dürfen da nicht fehlen. In diesem Jahr dreht sich alles um das romantisch-düstere Märchen „Die Schöne und das Biest", dessen Neuverfilmung mit dem französischen Film-Star Léa Seydoux bei uns 2014 in die Kinos kommt.

Mitarbeit Bea Gottschlich