Inszenieren, emotionalisieren, Menschen begeistern. Für Michael Maas (30) sind das keine abgedroschenen Floskeln, sondern täglicher Anspruch an seine Arbeit. Maas ist geschäftsführender Gesellschafter des gleichnamigen Modehauses in Bassum.  Im Dezember 2016 hat er das 1920 gegründete Familienunternehmen von seinen Eltern übernommen.

Nach Modernisierung der 1100m² große DOB-Verkaufsfläche im Erdgeschoss im März 2016 wurde jetzt das etwa 1.000 m² große Obergeschoss umgebaut. Dort gibt es HAKA (600m²), Herrenschuhe (100m²), Junge Mode (100m²), KOB (100m²) sowie Wäsche und Heimtex (200m²). Es ist das erste Projekt unter der Alleinregie von Maas Junior. „Wir müssen anders sein“, sagt er in Bezug auf die Dachmarke Maas, die eigene Handschrift und den Wettbewerb. Was er mit anders meint, zeigt die umgebaute Fläche.

Wer das Obergeschoss betritt, taucht ein in die maskuline Welt von Werkbänken und historischen Industriehallen. Das Muster des Teppichbodens erinnert an abgewetzte Betonböden, die Wände scheinen aus alten Ziegeln gemauert zu sein, es gibt täuschend echt aussehende Stahltore. Mit Böden, Wänden und Licht wurde in der HAKA ein detailreicher Erlebnisraum geschaffen, in der Männer zu Entdeckern werden, Lust bekommen zu stöbern und zu einem Rundgang durch Deko  und Ware animiert werden. „Nicht zuletzt deshalb war es uns wichtig, dass die Dekoartikel original sind. Es ist alles echt und wurde jahrzehntelang in Industriebetrieben verwendet“, sagt Michael Maas. Er ist selbst mit einem Kleintransporter im In- und Ausland herumgefahren und hat die Dinge zusammengekauft.

Ähnlich ambitioniert wurden die weiteren Sortimentsflächen im Obergeschoss gestaltet. Junge Mode wird in der Mitte des Verkaufsraums präsentiert. Die Abteilung ist mit Sprossenwänden abgegrenzt und zusammen mit ausrangierten Turngeräten entsteht der Eindruck einer Turnhalle. Dazu bei trägt auch der Teppichboden, der maßstabgerecht mit  Markierungen eines Hallenbodens bedruckt wurde. In der KOB sind es Autoreifen, Felgen und Graffiti, die eine wieder andere Atmosphäre schaffen.

In deutlichem Kontrast dazu der Eingang in den Bereich Damenwäsche. Warmes Holzimitat (Teppichboden), eine Sitzgruppe im Stile Louis XVI und ein Kristallüster schaffen eine intime Boudoir-Atmosphäre.

„Betriebswirtschaftliche Überlegungen habe ich bei der Neukonzeption der Verkaufsflächen zunächst weggelassen. Stattdessen habe ich mich gefragt, was den Kunden gefallen könnte, in welcher Atmosphäre sie gerne einkaufen würden, wie ich sie begeistern kann.“

Michael Maas, Inhaber Maas in Bassum
Maas hat beim Umbau mit Kunze Ladenbau in Elmshorn, Winkelmann Impulse in Fulda sowie D&L Lichtplanung in Menden zusammengearbeitet. Ein Großteil der Ideen kam von ihm selbst. Gemeinsam wurde diskutiert, wie sie sich realisieren lassen. „Betriebswirtschaftliche Überlegungen habe ich bei der Neukonzeption der Verkaufsflächen zunächst weggelassen. Stattdessen habe ich mich gefragt, was den Kunden gefallen könnte, in welcher Atmosphäre sie gerne einkaufen würden, wie ich sie begeistern kann.“

Besonders am Herzen liegt ihm das beim Umbau neu geschaffene Eventloft Gottliebs by Maas. Das ist eine Multifunktionsfläche in der HAKA über dem Haupteingang mit einem bodentiefen, gewölbten Fenster. Für gewöhnlich werden dort Anzüge verkauft. Die mobilen Warenträger lassen sich jedoch einfach wegfahren. Es gibt im Gottliebs auch eine Kochinsel und einen massiven Eichentisch mit Stühlen. Die Bereich verfügt über separate Toiletten sowie einen eigenen Eingang über das Fluchttreppenhaus und kann daher unabhängig von den Öffnungszeiten des Modehauses genutzt werden.

In Kooperation mit regionalen Partnern will Maas im Gottliebs künftig regelmäßig kleine Veranstaltungen anbieten. Es geht los am 14. Oktober mit Laternen basteln für Kinder, am 19. Oktober werden Kürbisse geschnitzt. Für Erwachsene gibt es am 20. Oktober ein Gin-Tasting, am 28. Oktober bringt ein Küchenchef den Interessierten die Eigenart Indischer Chutneys näher. „Die Zahl der Teilnehmer ist jeweils begrenzt und es wird ein Kostenbeitrag erhoben, den der jeweilige Veranstaltungspartner festlegt und erhält. Ich erhoffe mir dadurch mehr Frequenz und eine stärkere Indentifikation mit dem Modehaus“, sagt Michael Maas.

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