Bad Neuenahr, Gotha, Saalfeld, Straußberg, Neuwied, Fürstenwalde und jetzt Bad Hersfeld: Martina und Norbert Wittenberg bleiben sich treu. Sie übernehmen Modeläden in mittelgroßen Ortschaften und hauchen ihnen neues Leben ein. Den Beweis für diese These wollen sie nun auch in der nordhessischen Stadt erbringen.

Das Modezentrum Sauer in Bad Hersfeld verfügt über zwei Eingänge, vier Etagen und insgesamt 6000m² Verkaufsfläche. Hier blieb kein Stein auf dem anderen: Wände wurden durchbrochen, die Sortimente erneuert, die Technik wurde komplett ausgetauscht. Lediglich die Rolltreppen blieben stehen. Das Resultat lässt sich sehen: Nach einer Investition von fast 6 Mio. Euro, bei der der Immobilienbesitzer kräftig mitgeholfen hat, ist ein modernes, einladendes Modehaus entstanden.

„Clean ist passé“, sagt Martina Wittenberg. „Wir wollten ein Haus, das Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt, wo sich der Kunde wohlfühlt.“ Basis dafür sind Böden in Holzdielenoptik, dunkel gehaltene Decken und zurückhaltende Ladenbauelemente. Dazu kommen stilechte Möbel zum Verweilen, die strategisch über die Fläche verteilt sind.

Die Dekoration des Ladens ist an die bekannten Bad Hersfelder Festspiele angelehnt: Großformatige Bilder vergangener Spielzeiten unterstreichen das Motto des Hauses: „Festspielhaus der Mode“.

Am Angebot wurde etliches verändert. Das Sportsortiment wurde aus dem lichtdurchfluteten dritten Obergeschoss entfernt, es ist nun ausschließlich im Sauer-Sporthaus in der Innenstadt zu finden. Im obersten Stockwerk entstand auf insgesamt 1200m² eine Wäsche- und Strumpf-Abteilung der besonderen Art – mit einem breiten Angebot, schicken, geräumigen Umkleidekabinen und demnächst einem Maß-Atelier. Das Wäschesortiment wurde mit Labels wie Marie Jo und Simone Pérèle nach oben ergänzt.

Die Kunden werden am Haupteingang mit einer 80m² großen Mango-Fläche sowie einem Multilabel-Angebot mit Marken wie Garcia Jeans und Superdry empfangen. Modeschmuck, Accessoires, Lederwaren und Reisegepäck bilden weitere Schwerpunkte im Erdgeschoss, u.a. mit Taschen von Fritzi aus Preußen, Guess, Gerry Weber, Marc O'Polo, Bree und SuriFrey.

Das DOB-Sortiment in der ersten Etage wurde durch Labels wie Marc Aurel, Nile, Mos Mosch, Monari, Someday und Rich & Royal angereichert. Sowohl Toni Dress als auch Casamoda präsentieren sich im Modezentrum mit ganz neuen Shop-Konzepten. Neu ist ebenfalls das Angebot an Kleidern für besondere Anlässe von Vera Mont und Joseph Ribkoff.

Direkt am Nebeneingang im ersten Stock – das Haus befindet sich an einem Hang – ist das selbst betriebene Café Baristo mit 24 Sitzplätzen untergebracht, das die Verweildauer der Kunden und die Attraktivität des Standorts erhöhen soll.

Die Herrenmode im zweiten Stock wurde einem Upgrade unterzogen, mit Labels wie Joop!, Tommy Hilfger, Gant und Boss Casual. Die Anzugabteilung mit Digel und Benvenuto als Ankermarken wurde räumlich erweitert, auch Maßanzüge werden angeboten. Ein extra Lerros-Accessoires-Shop auf der Etage soll die männlichen Kunden zu Zusatzkäufen animieren. Insgesamt gibt es im Haus rund 70 Marken-Shops, weniger als ein Drittel der Fläche wird nicht selbst bewirtschaftet.

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