Ausgerechnet am letzten Tag der Berliner Fashion Week, wenn die Modebranche aus der Hauptstadt abreist, tobte Sturmtief Friederike über Deutschland und verursachte ein Verkehrschaos.

Etliche Fashion Week-Rückkehrer wurden an der Heimreise gehindert, zudem mussten Modehändler in vielen Bundesländern ihre Läden schließen.

Der Sturm brachte Orkanböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde. Die Deutsche Bahn musste den Zugverkehr bundesweit komplett einstellen. An den Flughäfen Hannover, Bremen und München wurden mehrere Flüge gestrichen, genauso wie in Hamburg, Köln/Bonn und Düsseldorf. Der Berliner Flughafen ist indirekt davon betroffen: Der Sturm ist dort zwar noch nicht angekommen, doch die Flugzeuge, die aus anderen Städten hätten anreisen sollen, fehlen.

Umgestürzte Bäume - wie hier in Dessau - behinderten den Verkehr.
Romy Weibrich
Umgestürzte Bäume - wie hier in Dessau - behinderten den Verkehr.
Viele Modehändler schließen ihre Läden aus Angst vor Sturmschäden - und wohl auch, weil die Kunden wegbleiben. Dazu gehören etwa Ebbers Modeerlebnis in Warendorf, der alle drei Geschäfte zu macht, sowie Dacoon Mode in Melle und Lott Mode in Lippstadt.

Die Verkehrsbehinderungen kommentiert die Branche in den sozialen Netzwerken halb belustig, halb genervt. Die Macher von Greve Moden in Krefeld etwa mussten die Heimreise in Hannover beenden - und loben trotzdem erst einmal die Informationspolitik der Deutsche Bahn.
Greve Moden
Greve Moden


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