Auch der neue Marketing-Mann bei Sport 2000 befasst sich mit dem Ausbau von Sport2000.de zu einer ganzheitlichen Plattform. Aber nicht nur. Neben dem Mammut-Projekt gibt es weitere wichtige Bausteine im Unternehmen.


TextilWirtschaft SPORTS: Herr Kuhls, was steht neben der Plattform-Strategie noch auf Ihrer Agenda?
Michael Kuhls: Momentan steht die Qualitätssicherung unseres Leistungsangebots an oberster Stelle. Besonders im Bereich der digitalen Kommunikation über Social Media haben wir, gemeinsam mit unseren Partnern, im letzten Jahr einen großen Schritt gemacht. Jetzt gilt es, das Potenzial unseres Social Media-Tools noch besser auszuschöpfen.

Also alles digital?
Keinesfalls, aus unserer Sicht bringt nur ein ausgewogener Media-Mix den Erfolg. Und diese Mischung fällt bei der Vielschichtigkeit der uns angeschlossenen Händler oft völlig verschieden aus. Am Ende zählt die für den jeweiligen Händler richtige Balance aus Online und Offline und vor allem auch aus Impuls-Aktionen auf der einen und Kompetenz- oder Image-Maßnahmen auf der anderen Seite. Daher liegt unser Fokus gerade auch darauf, unsere Partner mit Planungshilfen zu unterstützen und ihnen Orientierung bei der Fülle möglicher Werbekanäle und -maßnahmen zu bieten.

Welche Möglichkeiten bietet Ihr Social Media-Tool den Händlern?
Unter anderem können wir damit Händlern, die sich durch ihre Warenorder für eine Social Media-Kampagne qualifiziert haben, nicht nur relevante Inhalte zur Verfügung stellen, sondern ihnen darüber hinaus ein individuelles Budget zuteilen, mit dem sie dann die Kampagne in ihrem Namen, in ihrem Umkreis und ihrer gewünschten Zielgruppe ausspielen können. Rund 300 unserer Partner haben wir bereits im ersten Jahr anbinden können. Das ist eine sehr positive Entwicklung und ist ein Beleg für die Aufgeschlossenheit dafür, diesen Kommunikationskanal möglichst effektiv und professionell zu nutzen.

Welche Funktion muss gut gemachter Content aus Ihrer Sicht haben?
Gut gemachte, individuelle und letztendlich auch relevante Inhalte helfen zwar dabei, ein Produkt zu inszenieren, vor allem aber auch dabei, die Marke Sport 2000 und auch unsere Partner mit ihren Kompetenzen und Stärken zu präsentieren. Content schlägt Produkt. Unsere Partner haben sehr viel mehr zu bieten als den reinen Verkauf von Produkten. Speziell im Segment Bewegtbild treiben wir die eigene Content-Produktion daher extrem voran. Konkret entstehen diese Inhalte etwa im Rahmen unseres großen Laufschuh-Tests in Kooperation mit einem Special Interest-Magazin oder in Verbindung mit von uns besetzten Themen wie etwa Gesundheit und Gesundsport. Diese Beispiele bieten sich geradezu automatisch dafür an, die Expertise des Händlers in den Vordergrund zu stellen und das Produkt unaufdringlich aber dennoch wahrnehmbar im Hintergrund mitschwingen zu lassen.
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