Sonne und Licht heben nachweislich die Laune. Selbst wer täglich im Büro sitzt, tut dies umso motivierter, je schöner sein Ausblick ist. Und so setzen immer mehr Modeunternehmen bei ihren Firmenzentralen auf große offene Räume, Büros, die viel Tageslicht einlassen und riesige Glasfronten, die für Transparenz sorgen. Einer der jüngsten Neubauten der Branche ist Bugattis gläserner Bumerang in Herford. Das lichtdurchflutete Verwaltungsgebäude haben Anfang 2012 rund 40 Mitarbeiter bezogen. Auch innen sind die Trennwände aus Glas gestaltet, so ist eine Bürolandschaft ohne Barrieren entstanden. Zu blendende Aussichten sind dennoch nicht zu befürchten. An jedem Arbeitsplatz lässt sich die Lichtintensität individuell durch Rollos regulieren.

Gerry Weber hat den Firmenstandort in Halle/Westfalen komplett erneuert. Eines der Highlights ist das Ende 2010 fertig gestellte Kreativ-Center. Es entstand in einer ehemaligen, dreigeschossigen Lagerhalle mit 70 mal 70 Metern Grundfläche. Auch dort wurden großzügige Fensterfronten eingesetzt, ein 400m² großes Atrium sorgt für Luftigkeit. Raum für 300 Mitarbeiter ist entstanden, zum Teil als Großraumbüros. Dennoch lassen sie sich durch Vorhänge individuell abtrennen.

Brax und Alberto haben ihre altehrwürdigen Gebäude aufgestockt. In Herford entstand der Sky-Showroom mit Dachterrassen, in Mönchengladbach die Wolke 7. Dort arbeiten Albertos Kreative bei optimalem Nordlicht und mit Blick über die Stadt. Den puristischen Glas-Kubus von Hugo Boss in Metzingen kennen wohl viele inzwischen. Die Offenheit und Transparenz sollen auch die Werte des Unternehmens symbolisieren. Außerdem entsteht so eine kommunikative Atmosphäre. Dies war auch wichtig beim Bau der Esprit-Zentrale in Ratingen. Die Mall ist aus Glas, Treppenanlagen und Aufzüge sind gläsern, das Hauptgebäude – ein Turm – ist ebenfalls aus Glas gebaut. Die Mall ist Treffpunkt und Ort für Modenschauen, Präsentationen und Versammlungen. Die Büroflächen von je 400m² bilden flexible Einheiten, die sich individuell verändern lassen. Dafür sorgt ein Trennwandsystem und flexible Beleuchtung.

Bei Adidas in Herzogenaurach dachten die Architekten wohl an Schnürsenkel, als sie das futuristische Gebäude entwarfen. Und so wird es auch Laces genannt. Gläserne Gangways verbinden die Büroräume miteinander, ein lichtdurchflutetes, begrüntes Atrium dient auch hier als Kommunikations-Mittelpunkt. An dem neugebauten Firmencampus von Ernsting’s family waren mehrere Architekten beteiligt, vollendet wurde das Service-Center schließlich von David Chipperfield. Raumhohe Fenster bieten den Mitarbeitern viel Tageslicht, die riesigen Glasfassaden lassen die Gebäude transparent erscheinen. Eingebettet ist das Headquarter in Coesfeld-Lette in eine aufwendige Parkanlage mit Hügeln, Hecken und einem Wasserbecken.

Auch Bei Marc Cain in Bodelshausen laden Gartenliegen auf dem Rasen zum Entspannen ein. Ein eigener Gärtner kümmert sich um die Anlage inklusive Teiche. 2010 wurde ein ganz neues Firmengebäude bezogen. Auch dies ist hell, transparent und klar dank moderner Glasfassade. Aber auch alle anderen Gebäude samt Produktionsstätten wurden renoviert. Die Besonderheit: Alles ist schneeweiß vom Boden bis zur Decke.