Housewarming-Party“ hieß es bei Marc O'Polo zur Wiedereröffnung des Münchener Stores im neuen Look. Das Event war damit perfekt auf die neue Ladengestaltung abgestimmt. Eine Stockholmer Altbauwohnung diente den Storedesignern als Vorbild. Das zeigt sich nicht nur in der Raumaufteilung, bei der natürlich auch eine Diele nicht fehlen darf, sondern auch bei der detailverliebten Einrichtung mit Garderobenhaken im Eingangsbereich oder den Familien-Fotos im Treppenaufgang. „Der Store wird als Rückzugsort abseits der Shopping-Hektik wahrgenommen“, formuliert Markus Hintzen, Head of Global Architecture&Creation bei Esprit, den Trend. Auch die Ratinger ließen sich für ihr neues Storedesign von Wohnungs- und Hauseinrichtungen inspirieren.

Selbst wenn nicht der ganze Laden wie eine Wohnung aufgebaut ist, finden sich viele Elemente aus Wohnungen auf den Verkaufsflächen wieder. Ob gemütliche Sitzecken, die Leseecke mit integriertem iPad oder auch die kleine Kaffeebar – die verschiedensten Elemente sollen den Kunden signalisieren: „Fühl' Dich wie Zuhause. Lass Dir Zeit und entspann' Dich.“

Der Trend ist nicht neu, lässt sich aber immer wieder anders spielen. Inspirationen für die Einrichtung liefern neben Möbelmessen und Einrichtungsgeschäften vor allem Wohnzeitschriften und -blogs. Mit neuen Titeln wie Flair und Couch erleben gerade diese Themenbereiche einen wahren Boom. Neben etablierten Titeln wie Elle Decoration und Schöner Wohnen setzen sie vor allem auf die Verbindung von Mode und Wohnen. Wir haben die aktuellen Ausgaben einmal durchgeblättert und dabei kleine, aber feine Ideen für die wohnliche Ladengestaltung entdeckt.

MUSTER-TAPETEN. Passend zum Modetrend Muster-Mix sind Muster-Tapeten im Wohnbereich derzeit up-to-date. Ob floral oder geometrisch gemustert, ob knallbunt oder Schwarz-Weiß – Muster bringen Abwechslung in den Laden. Zusätzlicher Pluspunkt: Einzelne Bahnen lassen sich schnell austauschen, ein Szenenwechsel lässt sich so schnell und unkompliziert umsetzen.

Couch, Ausgabe: 11/2012
Couch, Ausgabe: 11/2012


SETZ-KASTEN. Sie eignen sich perfekt für kleine Kostbarkeiten: Setzkästen. In jedem Fach findet ein besonderes Exemplar seinen ganz eigenen Platz. So sind die Dinge gleichzeitig ausgestellt und aufbewahrt. In etwas größeren Boxen finden so auch Taschen oder Schuhe Platz. Und was sich für die Flur- oder Wohnzimmerwand eignet, entfaltet seine Wirkung auch in einem Laden. Ein Regal aus alten Schubladen oder Weinkisten ist schnell gebaut. Man muss sich dann nur noch entscheiden, welche modischen Kostbarkeiten dort präsentiert werden.

Schöner Wohnen, Ausgabe: 11/2012
Schöner Wohnen, Ausgabe: 11/2012


TREIB-HOLZ. Naturmaterialien stehen nicht nur im Zuge der Nachhaltigkeits-Debatte im Vordergrund, auch in der Ladengestaltung hält etwa Holz wieder verstärkt Einzug. Doch nicht nur als Parkettboden oder Wandpaneele macht das Material einen guten Eindruck, schön sind auch kleine Details aus Holz. Dabei darf das Ursprüngliche mit Astlöchern und Verästelungen durchaus zu sehen sein. Zusätzlicher Pluspunkt: Hier gibt es nur Einzelstücke.
Couch, Ausgabe: 11/2012
Couch, Ausgabe: 11/2012


STEPP-SCHRITT. Ledermöbel mit Chesterfield-Steppung sind nicht nur – wie schon seit Jahrhunderten – in englischen Herren-Clubs beliebt, sondern auch bei der Ladengestaltung. Doch die Steppung macht sich nicht nur bei Möbeln gut. Als Wandbespannung oder auch als Pinnwand eignet sich Gestepptes hervorragend, um die neuesten Trends vorzustellen.
Flair, Ausgabe: 11/2012
Flair, Ausgabe: 11/2012


LEUCHT-REKLAME. Licht lockt. Denn das Spiel von Hell und Dunkel sorgt für Akzente und Spannung. In der Ladengestaltung gilt das spätestens seit den dunklen Läden von Abercrombie&Fitch ganz besonders. Dass man mit Licht aber auch richtige Botschaften senden kann, zeigen Leuchtbuchstaben. Sie bringen nicht nur Licht ins Dunkel, sondern sind auch noch ein unübersehbares und leicht installierbares Deko-Element.
Couch, Ausgabe: 11/2012
Couch, Ausgabe: 11/2012


KRON-LEUCHTER. Was früher Schlossherren vorbehalten war, kann sich inzwischen jeder Otto Normalverbraucher in die Wohnung hängen. Kronleuchter gibt es längst in diversen Ausführungen. So sind auch keine meterhohen Decken mehr von Nöten, um Kronleuchter aufzuhängen. Allerdings muss man zugeben, dass die Lüster bei entsprechender Deckenhöhe noch schöner wirken. Damit eignen sie sich besonders für die Ladengestaltung. Stilistisch können sie entweder in die Ladengestaltung eingebettet werdem oder aber einen unübersehbaren Kontrapunkt setzen.

Elle Decoration, Ausgabe: 6/2012
Elle Decoration, Ausgabe: 6/2012