Wolfgang Joop hat durch die TV-Casting-Show Germanys Next Topmodel (GNTM) definitiv eine neue Zielgruppe erreicht. Viele junge Frauen wollten ihn an diesem Freitag persönlich treffen, womöglich ein Selfie mit dem Designer ergattern. Nach der Präsentation bei GNTM in Oberhausen am Vorabend kam Joop nach Düsseldorf in das Breuninger-Haus, um seine neue Kollektion „Looks by Wolfgang Joop“ vorzustellen.


Taschen, Kleider, Blusen, Sneaker und jede Menge Tücher, insgesamt zirka 40 Teile, wurden bei Breuninger auf einer Sonderfläche präsentiert. Anhänger für die Taschen sind für 39 Euro zu haben. Aufwändige Kleider kosten zwischen 300 und 650 Euro. Viele Modelle liegen zwischen 199 und 249 Euro.

Wolfgang Joop erklärt: „Ich werde immer wieder von vielen Frauen angesprochen. Sie alle wollen gerne Kleider aus der Wunderkind-Kollektion kaufen, doch sie sind für die Mehrheit unerschwinglich. Meine Bekanntheit bei der jungen Zielgruppe möchte ich nun für das neue Projekt nutzen.“ Die Kollektion ist im Contemporary-Markt der DOB angesiedelt.

Viele Drucke sind handgemalt. Sein Zeichentalent stellt der Designer auch live im Breuninger-Haus unter Beweis, indem er das aufwendigste Plissee-Modell skizziert. Sängerin Beth Dito habe gestern bereits zwei Kleider geordert. Viele der Models wollen sein großes Taschen-Modell erwerben, welches im Fernsehen zu sehen war, erzählt Joop der Presse. Als Zielgruppe fokussiert er eine alterslose Bohèmian-Frau. Alle Schnitte sind loose, sodass es keine Passform-Probleme geben soll. Viele Modelle seien Übersetzungen aus der Wunderkind-Kollektion. Erstmals gebe es von ihm nur eine komplette Taschen-Serie (Preise von 199 bis 349 Euro) und auch Sneaker, die zu den Looks passen.


Gefragt nach der Namenswahl für die Kollektion antwortet er: „Alles wird durch meine Brille gesehen. Ich beobachte dich.“ Er will schnell auf Strömungen reagieren, den Zeitgeist aufnehmen. Geplant sind pro Jahr sechs bis zwölf Kapsel-Kollektionen. Dabei sollen nicht nur Bestseller aus der Wunderkind-Linie interpretiert werden. Er will seine Ideen nicht darauf beschränken. Er sei sich dabei seiner Verantwortung bewusst, für seine Mitarbeiter und auch für den Partner Breuninger. Wie die Kollektionen aussehen, entscheide er jedoch selbst. „Schließlich bin ich kein angestellter Designer wie die Pariser Kollegen.“


Möglich sei die neue Kollektion auch durch die digitale Technik, sagt Joop. Er will alle neuen Tools nutzen und hauptsächlich online verkaufen, auch über die eigene Homepage, die bereits jetzt alle Modelle präsentiert.

Zur Premiere hat Breuninger die Ware für zwei Monate exklusiv im stationären Handel. Laut Andreas Rebbelmund, Geschäftsführer in Düsseldorf, wird die Ware auch in Stuttgart sowie online über Breuninger verkauft. Zukünftig, so Joop, wolle man mit weiteren Händlern zusammenarbeiten. Der Vertrieb sei gestartet. Deutschland sei zunächst der wichtigste Markt für Looks by Wolfgang Joop.

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