Cos entwickelt sich für den H&M-Konzern zu einem immer wichtigeren Standbein. Zehn Jahre nach dem Start wird der Filialist in diesem Jahr erstmals mehr als 10 Mrd. Kronen erlösen (1,02 Mrd. Euro). Das teilte der Konzern heute anlässlich der Präsentation seiner Zahlen für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2016/17 (30. November) mit. Dabei sei Cos genauso profitabel wie der Gesamtkonzern. Die Zahl der Läden ist im ersten Halbjahr um 15 auf 209 gestiegen. CEO Karl-Johan Persson ist überzeugt vom weiteren Wachstumspotenzial: „Der Wert von Cos hat bereits heute unsere Investitionen in die Marke weit übertroffen. Und das ist erst der Anfang.“ Genauere Zahlen werden nicht genannt, genauso wenig wie die Kennziffern der anderen Einzelmarken.

Insgesamt ist der H&M-Umsatz von Dezember bis Mai um 9% auf 90,57 Mrd. Kronen gestiegen. In Landeswährungen lag das Plus bei 5%. Der Gewinn nach Steuern ist um 6% auf 8,35 Mrd. Kronen geklettert. Die Ebit-Marge hingegen ist von 11,3% auf 11% leicht gesunken. Weltweit betreiben die Schweden 4498 Geschäfte.

Deutschland ist für H&M der mit Abstand wichtigste Markt und hat im ersten Halbjahr geschwächelt. Die Erlöse sind um 1% auf 1,6 Mrd. Euro gesunken. Parallel dazu ist das Filialnetz um zwei auf nunmehr 457 Geschäfte verkleinert worden.

Erstmals äußert sich H&M ein wenig konkreter zu seinem Online-Geschäft. Die Online-Umsätze wachsen nach Unternehmensangaben „schnell und profitabel“. In einigen etablierten Märkten stehe E-Commerce bereits für bis zu 30% des Geschäfts. In den kommenden Jahren sollen die Online-Umsätze um jeweils 25% wachsen. H&M betreibt E-Shops in 41 Märkten.