Als letztes Unternehmen aus der Reihe der globalen Fast Fashion-Filialisten hat jetzt Mango die Zahlen für 2016 veröffentlicht. Der Grund für die Verzögerung ist offensichtlich: Mango musste im dritten Jahr in Folge einen Ergebnisrückgang hinnehmen und ist sogar erstmals in der Unternehmensgeschichte in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust beläuft sich auf 61 Mill. Euro, nach einem Gewinn von 5 Mill. Euro im Vorjahr. Das Ebitda, also der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ist von 170 Mill. Euro auf 77 Mill. Euro eingebrochen.

Auch auf der Umsatzseite ist die Entwicklung negativ. Die Erlöse sind um 3% auf 2,26 Mrd. Euro zurückgegangen. Flächenbereinigte Umsätze werden nicht genannt. Nach Angaben einer Sprecherin sei die Verkaufsfläche im Berichtszeitraum jedoch kaum gewachsen. Während das erste Halbjahr von einem Marktabschwung gekennzeichnet gewesen sei, habe sich im im zweiten Halbjahr eine beträchtliche Besserung abgezeichnet, heißt es in einer Mitteilung.

Als Grund für die negative Ergebnisentwicklung gibt Mango vor allem die enttäuschenden Umsätze an, aber auch ungünstige Wechselkurseffekte und hohe Investitionen in die Transformation des Geschäftsmodells in Richtung Fast Fashion, den Umbau des Filialnetzes sowie ein neues Logistikzentrum.

Für 2017 erwartet Mango die Rückkehr in die Gewinnzone. Per Ende Juni habe sich das Ergebnis um 45% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert. Eine konkrete Zahl wird nicht genannt. Executive Vice Chairman Daniel López sagt: „2016 haben wir den Transformationsprozess des Geschäftsmodells unseres Unternehmens vertieft, was zu einem Rückgang unseres Ebitda und damit auch zu einer Aufopferung unseres Gewinns geführt hat. Die ersten Resultate dieser Entscheidung zeichnen sich schon seit September 2016 ab und stimmen uns für 2017 optimistisch.“

Positiv hebt Mango die Entwicklungen im Bereich außerhalb der Kernmarke Mango-DOB sowie im E-Commerce hervor. Die drei Linien Man, Kids und Violeta (Große Größen) haben ihren Gesamtanteil am Konzernumsatz von 14,7% auf 17,6% erhöht. Die Online-Erlöse sind um 25,6% auf 294 Mill. Euro gewachsen und stehen für mittlerweile 13% des Gesamtumsatzes.
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