Der schwedische Bekleidungsfilialist H&M steht wegen Mädchen-Shorts in der Kritik.
Diese seien zu kurz und zu eng geschnitten, beschwerte sich eine schwedische Mutter über die sozialen Medien – und löste damit in Schweden eine viel beachtete Debatte aus.

Jungs-Shorts aus der aktuellen H&M-Kollektion
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Jungs-Shorts aus der aktuellen H&M-Kollektion
Besonders kritisiert wurde, dass Shorts für gleichalterige Jungen deutlich weiter und länger ausfielen. Die Kinder würden damit abhängig von ihrem Geschlecht unterschiedlich behandelt. Von anderen Müttern kam daraufhin der Vorwurf, dass der Konzern Mädchen bewusst sexualisiere, etwa durch das Angebot der Sommerkleider.

Eine weitere Mutter kritisierte die Skinny Fit- und Slim Fit-Passformen der H&M-Jeans, die nur für sehr dünne Kinder geeignet seien. Dies könne bei kleinen Mädchen frühzeitig Unzufriedenheit mit dem eigenen Gewicht auslösen.

Von H&M heißt es dazu, dass es dem Unternehmen wichtig sei, Kindermode sowohl modisch, als auch funktional und damit auch zum Spielen geeignet anzubieten. „Wir achten darauf, bei unserer Kindermode sowohl für Mädchen als auch für Jungs eine breite Vielfalt an Größen und Schnitten anzubieten, die sich den Bedürfnissen von Kindern im Alltag anpassen“, heißt es weiter. „Uns ist es wichtig, keine Kinderkleidung anzubieten, die als provokativ wahrgenommen wird. Daher nehmen wir dieses Kundenfeedback ernst und werden es bei unseren zukünftigen Designs von Kindermode mit einfließen lassen.“

Doch nicht nur H&M wird für seine wenig kindgerechte Mädchenkleidung kritisiert: Kürzlich machte der irische Textildiscounter Primark wie berichtet mit einem BH für Mädchen im Alter von sieben bis 13 Jahren Schlagzeilen. Unter dem Titel „My first bra“ (Mein erster BH) bot das Unternehmen in Großbritannien offenbar gepolsterte BHs für Kinder an. Dies löste in den sozialen Netzwerken einen Shitstorm aus. In Deutschland steht das Produkt nicht zum Verkauf.
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