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Best of Berlin: Die Präsentationen

Von Skitrip bis Hashtag-Flut - das waren die besten VM-Ideen von den Berliner Messen


Die Panorama wächst. Und mit ihr auch die Ansprüche an die Messestände. War in den ersten Saisons noch kaum ein aufwendiger Messestand zu sehen (Marc Cain mal ausgenommen), überbieten sich die Aussteller mittlerweile mit originellen Präsentationen. Wie in den Läden zählt auch auf der Messe vor allem das Erlebnis. Denn dort wo man etwas Schönes erlebt hat, bleibt man gedanklich haften. Und so gab es in dieser Messerunde Gewinnspiele, Roadtrips, Trapper-Erlebnisse und jede Menge Fotomotive, die sich vortrefflich für Posts auf Instagram oder Facebook eignen.
Das waren die fünf besten Präsentations-Ideen:


Marc Cain. Wie in jeder Saison haben sich die Bodelshausener etwas ganz besonderes für die Panorama einfallen lassen. Dieses Mal im Fokus: Accessoires. Marc Cain möchte seine Kompetenz im Handtaschen- und Schuhbereich herausstellen und dementsprechend wurde auch der Messestand gestaltet. In einem überdimensionalen Schuhkarton warteten in verschiedene Stilwelten aufgeteilte Schuhe auf interessierte Händler. Die Innenseiten des Kartons waren mit Beinen versehen, die in charakteristischen Positionen verschiedene Schuhe zur Schau stellten. So trugen Beine in Laufposition die eher sportlichen Schuhe, cool überschlagene Beine die Boots und fein gestellte Beine die High Heels. Die Taschen wurden an Armen präsentiert, durch einen Film, der gleichzeitig neben den Armen auf einem riesigen LED-Screen ablief, schienen Frauen auf und ab zu gehen und erzeugten so Catwalk-Atmosphäre. Mit Sicherheit einer der am meisten fotografierten Messestände in Berlin.

Timezone. Storytelling vom feinsten – das kann man vom Timezone-Messestand definitiv sagen. Denn der Marketingchef Sven Schlager hatte sich für diese Kollektion etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Für das Shooting der aktuellen Kampagne kaufte Timezone zwei stylische Youngtimer, einen knallroten Audi und einen dunkelblauen Ford, den sie zu Campingwagen umrüsteten. Mit diesen Autos ging das ganze Team samt Models und Fotografen auf einen 1300km langen Roadtrip vom bayerischen Firmensitz über die Alpen, vorbei an Mailand an den Gardasee und wieder zurück. Dabei entstanden sowohl die Kampagnen-Fotos, wie auch ein Film, der auf einem riesigen Screen auf dem Messestand gezeigt wurde. Eingerahmt wurde der Messestand von den beiden Autos – definitiv Blickfänger, vor allem weil man den roten Audi sogar gewinnen konnte. So war für Frequenz auf dem Messestand gesorgt, und es gab immer genug Gesprächsstoff.

Casa Moda. „Via Dolomiti“ lautet das diesjährige Motto des HAKA-Labels Casa Moda aus Oldenburg. Und getreu dem Motto war auch der Messestand wie ein kurzer Skitrip in die Dolomiten. In einer kleinen Holzhütte mit alpinem Dekor warteten zwei gemütliche Ledersofas auf messemüde Besucher, die sich an der Bar gleich nebenan mit Glühwein, Kartoffelsuppe und Dampfnudeln stärken konnten. Wanderschuhe, ausgestopfte Füchse, unzählige alter Skier und jede Menge Kunstschnee sorgen für Winterfeeling pur. Eine altertümliche Gondel war beliebtes Fotomotiv und zog flanierende Messebesucher an.

Trapper. Der Name war Programm auf dem Stand des Lederjacken-Labels Trapper aus Wiesbaden. Jeder Besucher sollte sich hier mal eben wie ein echter Trapper fühlen. Nicht nur Männer konnten sich beim Nageln und Holzhacken beweisen. Ganz Mutige lichteten sich mit dem riesigen Bären aus Pappmaché ab – ein ideales Fotomotiv für Facebook und Co. Die Warenträger waren Bäume und Holzgestelle aus dicken Holzplanken. Der Stand wurde außerdem geschmückt von allerhand Outdoor-Equipment wie Kochgeschirr, Angelausrüstung und einem Lagerfeuer.

Khujo. Khujo will sich neu ausrichten und frischer, moderner werden. Und dabei soll auch die Präsentation auf der diesjährigen Panorama helfen. Was sofort auffällt: Der Messestand ist heller, moderner als sonst. Und er ist ein Stand, der auffällt durch seine Eignung für Social Media. Überall Sprüche und Hashtags wie „Wild child keep on rocking“ oder auch „The best is yet to come“. Es wurde sogar extra eine Fotografin angeheuert, die Messegäste mit verschiedenen Hashtag-Schildern fotografierte, die anschließend an Screens auf dem Messestand zu sehen waren. Der neue Claim: „Experience redefined value“, auf dem Messestand ist die Neupositionierung schonmal geglückt.

26.01.2016Redakteur: Julia Dietz

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