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Best of Berlin: Labels to watch

Spannende Labels aus Berlin von Premium, Seek und Show & Order


Berlin ist vorbei, jetzt geht das Arbeiten erst richtig los. Kollektionen sortieren, Favoriten herauspicken, die Labelflut ordnen. Die Order steht bevor. Doch welche Namen sind neu und unverbraucht? Was frischt eingestaubte Sortimente wirklich auf? Wir haben uns umgesehen. Nach vielversprechenden Labels, die sich auf dem deutschen Markt in Stellung bringen möchten. Bei diesen Zehn lohnt sich ein zweiter Blick:

Viu. Schicke Brillen zu einem fairen Preis, das bietet das Brillenlabel Viu, das vor rund drei Jahren in der Schweiz gegründet wurde. Seit kurzem gibt es Läden auch in Deutschland, nämlich in München, Berlin und Hamburg. Stores in Köln, Frankfurt und Stuttgart sind in Planung. Doch die Brillen, die in der Schweiz entworfen und in italienischen Familienbetrieben hergestellt werden, sollen nun auch in deutschen Fashion Stores verkauft werden. Deswegen haben sich die Schweizer zum ersten Mal in Berlin auf der Seek den Modehändlern vorgestellt. Die stylischen Brillen in zeitgemäßem Design sind aus leichtem Baumwollacetat gefertigt und kosten im VK zwischen 165 (Korrekturbrillen) und 175 Euro (Sonnenbrillen). Durch Direktvertrieb können die Brillen zu einem günstigen Festpreis angeboten werden.

Kwots.
Schlaue Sprüche sind derzeit in aller Munde. Befeuert von Instagram und Co. bekommen sog. „Quotes“ immer mehr Anhänger. Diesen Trend macht sich das Pariser Sneakerlabel „Kwots" (franz. Aussprache von „quotes“) zunutze. Auf den Sneakern sind insgesamt 25 Botschaften an der Rückseite angebracht. Sie reichen von Wake/Up über Hip/Hop bis zu On/Off und haben für fast alle Lebenslagen den richtigen Spruch parat. Insgesamt gibt es zwei Modelle, die es jeweils in Schwarz oder Weiß und entweder in Vollleder, aus Neopren oder in einem Leder-Neopren-Mix gibt. Vor einem Jahr kam den Machern diese Idee, jetzt präsentierten sie die erste Kollektion auf der Seek. Die Preise liegen zwischen EK 48 Euro und 69 Euro bei einer Kalkulation von 2.45. Ab 80 Paar kann man auch eigene Spruchpaare kreieren.

Native Union.
Für alle Händler, die ihr Sortiment noch etwas in Richtung Concept Store drehen möchten. Ihren Erfolg starteten die Macher mit den sog. „Pop-Phones“, an das Smartphone anschließbare Telefonhörer mit Spiralkabel. Irgendwann hatten sie genug davon und entwerfen seitdem schickes Smartphone-Zubehör. Die Handycases und Ladekabel genügen höchsten Designansprüchen und werden bei Colette, Harrods, KaDeWe und in den Apple-Stores verkauft. Mit dem Claim „Cool products for cool people“ möchten sie jetzt auch den Weg in hochgenrige Modeläden finden. Angeboten werden einzelne Produkte aber auch Schaukästen mit speziellen Sets, die individuell auf den jeweiligen Laden zugeschnitten werden können. VK-Preise liegen bei 26,99 Euro für Ladekabel bis 79,99 für ein Handycase aus echtem Marmor.

About.
Gemütlich-Schönes für drunter – so könnte man das Angebot des litauischen Labels About vielleicht am besten beschreiben. Die Basic-Kollektion besteht aus Unterwäsche, Yogakleidung und Nachtwäsche für Männer und Frauen. Produziert wird alles in Litauen nur in ausgesuchten Materialien wie Baumwolle, Merino und Tencel. Einige Stücke sind mit Silberfäden durchwoben, um Schweißgeruch zu minimieren. Bisher gibt es elf Kunden in Deutschland, darunter Slipsfashion in München und Bob Store in Hamburg. VK-Preise bewegen sich zwischen 25 Euro für Boxer Shorts und 129 Euro für einen Merino-Bademantel, bei einer Marge von 2.8. Der Vertrieb läuft über McAlpine Consulting, München.

Anfenger.
Hannah Fenger ist eine kleine Visionärin, die in die Vollen geht. Derzeit ist sie noch Studentin an der Hochschule Reutlingen und quasi Mode-Anfenger. Das allerdings hält sie nicht davon ab, ihre erste eigene Mini-Kollektion auf der Seek vorzustellen. Ihre Kollektion orientiert sich an ihren persönlichen Lieblingsteilen, die sie in Deutschland produzieren lässt und die sich an eine Premium-Kundin mit dem Wunsch nach langlebigen Klassikern richtet. Aktuell gehört ein hellgrauer Kaschmirpullover ebenso zum Angebot, wie ein Kaschmirschal, ein Blusenkragen oder eine schwarze Velours-Hotpants. Jede Saison kommen einige Lieblingsstücke dazu und erweitern die bestehende Kollektion. Eine Kaschmirmütze kostet im VK 69 Euro, der Blusenkragen 119 und der Kaschmirpulli 349 Euro.

Matin de Mai.
Mäntel aus Paris, die französischen Chic mit südkoreanischer Geradlinigkeit verbinden, das sind die Stücke des Labels Matin de Mai. Es wurde gegründet von der in Paris lebenden Koreanerin Connie Song und richtet sich an alle, die auf der Suche nach klassischen Mänteln mit Twist sind. Bisher werden die Teile mit großem Erfolg in Frankreich, USA, Japan, Südkorea und China verkauft. Für 2016 ist die Erschließung des deutschen Marktes geplant. Die Designerin verzichtet auf den Einsatz von Leder und Pelz und zeichnet sich durch besondere Farben und edle Materialien wie Kaschmir, Wolle und Seide aus. Zur Kollektion gehört außerdem noch eine kleine Auswahl an Stücken wie Blusen, Kostüme und Hosen.

The odder side.
In Polen wird das Label als eines der Aufsteiger im Contemporary-Segment gehandelt. In Deutschland ist „The odder side“ dagegen noch gänzlich unbekannt. Das Label wurde vor 1,5 Jahren von zwei jungen, Social Media-affinen Frauen gegründet, die dank ihrer Präsenz auf Instagram und Co. recht schnell bekannt und erfolgreich wurden. Ihr erster Laden in Warschau ist mittlerweile fester Anlaufpunkt Polnischer Fashionistas geworden. Es gibt eine Basic Collection, zu der zum Beispiel ein T-Shirt mit weitem Rückenausschnitt zählt – einer der Topseller des Labels. Preise liegen bei 16 Euro (EK)/40 Euro (VK) für Shirt, 50 Euro (EK)/124 Euro (VK) für einen Kimono. Der Stand auf der Premium war für sie der erste internationale Auftritt. Sie sind außerdem aktuell auf der Suche nach einer deutschen Vertriebsagentur.

Seven Day Circus.
Stefan Biergans, der Macher hinter dem Menswear-Label Drakewood, hat nun auch eine DOB-Kollektion mit dem Namen Seven Day Circus auf den Weg gebracht. Die Kollektion zeichnet sich aus durch hochwertige Materialien, monochrome Farben und ein klares, stilistisch konsequentes Design. Überschnittene Pullis aus fließendem Kaschmir-Seide-Mix, lange Strickmäntel aus Angora und Jersey-Jacken gehören ebenso zur Kollektion wie superweiche Jersey-Hosen. Das Label wurde erstmals auf der Premium vorgestellt.

My Cosy Couture ist zwar vom Look her wie der Name es schon vermuten lässt, gemütlich-kuschelig. In Sachen Tempo mag es das Hamburger Label aber ganz schön rasant. Denn bei My Cosy Couture handelt es sich ausschließlich um sofort lieferbare Ware. Dabei geht es um Capes, Ponchos und Schals in softem Strick. Aber zum Sommer gehören auch Shirts und Tuniken zum Programm. Pali- oder Paisley-Prints spielen ebenso eine Rolle wie Fransen-Dekor. EK-Preise liegen zwischen 25 und 35 Euro. Produziert wird in Griechenland. Die Auslieferung erfolgt über Like Trading in Hamburg. Den Vertrieb übernimmt Modeist, Marion Hoferer, München.

Guardian Angels
steht für Tracht goes modern. Denn die brandneue Linie aus Garmisch-Partenkirchen setzt ganz auf den Traditionsstoff Loden. Daraus werden Blazer, Gehrock und Mantel gefertigt. Aufwendige Detailarbeit, auch im Innenleben, versteht sich dabei von selbst. Epauletten, Stehkragen und Schmuckknöpfe sorgen für eine gewisse Military-Attitüde, die das Thema Loden trendig und alltagstauglich machen. Strickblazer in mehreren Farben komplettieren die kompakte Kollektion, hinter der TV-Moderatorin Andrea Kempter steht. EK-Preise liegen zwischen 200 und 350 Euro. Premiere hat Guardian Angels diesen Januar. Der Vertrieb läuft über Modeist, Marion Hoferer, München.

26.01.2016Redakteur: TextilWirtschaft online

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