logo

Labels 2013

Modisch, aber trotzdem bezahlbar. Ein Schuss Marant hier, ein bisschen französischer Chic dort - eine Auswahl wichtiger Labels für das Jahr 2013.


Sie sind rockig mit einem eleganten Schliff. Sie spielen mit verschiedenen Materialien. Mischen Leder, Seide und Kaschmir. Reduzierte Silhouetten treffen auf feminine Formen, alles in dezenten Farben. Die Labels 2013 haben Einiges zu bieten. Vor allem aber sind sie für modische Frauen gemacht, die sich unterhalb von Premium- und Designer-Labels zuhause fühlen. Mittelpreisige Labels wie Iro, Avelon oder Zadig & Voltaire haben diese Frauen als Zielgruppe ausgemacht. Mit erfrischend neuen Kollektionen mischen sie den Markt auf und verlieren dabei nie die großen Vorbilder Isabel Marant oder Céline aus den Augen. Eine Auswahl der wichtigsten Labels für das kommende Jahr:

Iro:
Hinter dem französischen Label IRO mit Hauptsitz in Paris, stehen die Brüder Laurent und Arik Bitton. Mit der Gründung von IRO 2004 hängten sie ihre Musikkarriere an den Nagel, um fortan in der Modebranche mitzumischen. Dabei herausgekommen ist der unnachahmliche Stil von IRO: Lässiger Street-Style gepaart mit klassischem Pariser Chic und rockigen Elementen. So ungewöhnlich wie der Weg von Musikern zu Designern, so speziell ist auch der Name des Modelabels. IRO ist japanisch und bedeutet Farbe, wobei Farbe in ihren Kollektionen eher eine untergeordnete Rolle spielt.

The Kooples: The Kooples wurde von Alexandre, Laurent und Raphaël Elicha, den Söhnen des Gründers von Comptoir des Cotonniers, ins Leben gerufen. Angepeilt wird eine modehungrige Klientel zwischen 25 und 35 mit Kollektionen im Neo-Dandy-Stil. Als „erschwinglichen Luxus“ bezeichnen die Elicha-Brüder ihre Mode. Klassische Eleganz trifft auf Rock'n'Roll-Lifestyle, britisches Gentlemanbewusstsein verbindet sich mit junger und puristischer Mode aus Frankreich. Das Ziel der Brüder lautet: Ihre Kunden sollen sich nicht verkleiden, sondern ein Stück Mode finden, das ihre Persönlichkeit unterstreicht.

Avelon: Avelon, Amsterdam, bewegt sich zwischen Extremen: luxuriöse Elemente treffen auf raue Details, fließende auf gefittete Styles, natürliche Qualitäten auf technische Verarbeitungsdetails. Die Silhouette ist lang und schmal. Layering und Transparenz-Effekte sind stilbildend, wenn scharfe Kanten und Leder-Details auf leichte Stoffe treffen. Das gedeckte Farbbild wird von Navy- und Metallic-Nuancen akzentuiert.Von zerschlissenen Denims bis zu straighter Konfektion, von Hosen und Shirts mit Leder-Applikation bis zu hülligen Kleidern. Es geht um Gegensätze: Mattes zu Glänzendem, Schmales zu Weitem, Dekoriertes zu Schlichtem. "Wir wollen ein bezahlbares Designerlabel sein", heißt es von den Holländern selbst.

Zadig & Voltaire: hat sich „erschwinglichen Luxus“ auf die Fahne geschrieben. Der Look des französischen Labels, das auf dem Heimatmarkt bereits mehrere Stores betreibt, ist rockig mit viel Leder, Cashmere und Shirts. Auch Accessoires sind Teil des Angebots. Shirts kosten ab rund 100 Euro, Jacken liegen bei rund 500 Euro im VK.

Carven: Carven hat seinem zeitgenössischen Pariser Chic eine Prise subtiler Strenge verliehen. Neben dem großen Part an Outerwear dominieren Kleider und Konfektion: So kommen Blazer aus gekochter Wolle mit abgerundetem Revers und Schulterriegeln ebenso selbstverständlich zur verkürzten, ausgestellten Bundfaltenhose wie zum gemäßigtem Tellerrock oder dem bedruckten, weiß fließenden Seidenkleid. Der Bubikragen, leicht verlängert und zugespitzt, taucht in allen Produktgruppen auf. Cut-outs in Herzform sorgen für Entspannung bei den mitunter scharf geschnittenen Blazern, mit Spitze überzogen verleihen sie dem Kleid einen verführerischen Charakter.

Holy Ghost: Holy Ghost hat mit heilig oder gar züchtig, wie der Name eventuell vermuten ließe, rein gar nichts zu tun. Die Kollektion, die erst 2010 von drei Münchner Freundinnen gegründet wurde, steht vielmehr für verführerische Sexy-Looks, getreu dem Motto "In jeder Frau schlummert eine Heldin". Couture, aber urban und alltagstauglich umgesetzt - so könnte man die Outfits beschreiben. Die Silhouette ist reduziert und wird mit zarten Kleidern und Blusen feminin aufgebrochen. Die zentralen Farben sind Nude, Camel, Navy und Grau, realisiert über Seide, Cashmere, Wollgemische, Leder, Lammfell und feine Jerseys.

Manoush: Manoush ist bekannt für einen verspielten jungen Gipsy-Stil, der sich nicht darum schert, was man guten Geschmack nennt. Damit hat das französische Label nicht nur bei Promis wie Paris Hilton und Vanessa Paradis Erfolg. Hinter der Linie steckt die Designerin Frédérique Trou-Roy, eine Bohèmienne par excellence, die für ihr Leben gern reist. Zusammen mit einem jungen Team hat sie ihre Linie in wenigen Jahren zu einem Must-have-Label junger Französinnen gemacht. Die ersten eigenen Läden und Corners in führenden Warenhäusern wie Bon Marché und Galeries Lafayette zeigen zuckersüße Pastellfarben und stilisiertes Wohnwagen-Design, romantisch, poetisch und très trendy.

Ba&sh: zeigt folkloristisch inspirierte Kleider und Röcke auf der einen Seite, cleane, geradlinig geschnittene Teile auf der anderen. Das Label aus Frankreich setzt auf eine Mischung aus maskuliner Gradlinigkeit und femininer Verspieltheit. Die VKs liegen dabei bei 70 Euro für schlichte Baumwoll-Tops, Jacken gibt es für 200 bis 1000 Euro.

02.01.2013Redakteur: TextilWirtschaft online

Lecomte legt Shirt-Programm auf

Die Top Accessoires-Fenster zum Winter

Store to watch: Siebter Himmel, Köln

Kommunikation 2013

Kunden 2013

Bei Bedarf: Die Bedeutung von Ready-to-wear wächst

Klassische Kerle: Das HAKA-Geschäft zieht an

Prognosen 2013

Catwalk 2013

Stilvorbilder 2013

 Drucken