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Labels to watch: Die Top 15 zur Orderrunde

Spannende Kollektionen aus Kopenhagen und Düsseldorf


Neue Sneaker, inspirierender Schmuck und stylische Jacken. Wer jetzt noch auf der Suche nach seinen zukünftigen Bestsellern und Sortiments-Auffrischern ist, für den kommt hier jede Menge Input. Spannende Labels für Damen und Herren, für Accessoires- und Schuhsortimente, gefunden in Kopenhagen und Düsseldorf von der Moderedaktion der TW:

Oh! by Kopenhagen Fur.
Ein erstauntes Oh und Ah kann einem diese Kollektion des traditionellen dänischen Pelzhauses schon mal entlocken. Denn das Label zeigt eindrucksvoll, was man mit qualitativ hochwertigem Pelz so alles anfangen kann. Da gib es Shirts mit Pelz-Applikationen, Jogginghosen mit Pelz-Galonstreifen oder ein Seiden-Sweat mit Swakara-Einsatz in der Schulter. Der Schwerpunkt, der rund 60-teiligen Kollektion liegt allerdings auf Accessoires wie kleinen Handytaschen in pinkfarbenem Nerz, pastellfarbenen Kragen oder Taschen mit kleinen applizierten Pelz-Blüten. Die Kollektion gibt es in Dänemark seit knapp zwei Jahren. In Deutschland wird die Linie neu über die Aco Modeagentur, Düsseldorf, vertrieben. Ein Handschuh mit Swakara-Einsatz kostet im Laden um 350 Euro.

Tonsure hat nichts mit der religiösen, außergewöhnlichen Haarrasur zu tun. Trotzdem geht es bei dem brandneuen dänischen Label um besondere Schnitttechnik und ungewöhnliche Materialien. Gebondete Jerseys, japanische Denims, wendbare, zweiseitig verwendbare Stoffe, oft mit ein wenig Stand sind typisch für die Aussage der Kollektion, die ihre cleanen, leicht avantgardistischen Kreationen nur für Männer anbietet. Dabei geht es immmer um kleine Details, die einen Unterschied machen. Etwa die ausgefranste Seitennaht einer Denim-Chino oder die geschnittenen Kanten bei Neopren-Shirts. Es geht immer um die Verbindung aus scharfem Tailoring und technischer Sportswear. Die VK-Preise liegen für Hemden um 190 Euro, bei Hosen starten sie um 220 Euro.

Foreign Affairs
. „Looks für moderne Frauen bieten, die permanent unterwegs sind und für ihre ihre Reisen unkomplizierte Outifts suchen, die zu allen Gelegenheiten funktionieren und immer smart aussehen“, so beschreibt es Gründerin und Kreativchefin Maria Meilgaard selbst. Viele Kleider vom Lederkleid bis zum Seiden-Kimonokleid sind damit zentral. Aber auch lässige Wollmäntel, feminine Seidenblusen, Bikerjacken oder Strick mit besonderen Details gehören zu diesem Mix, der immer feminin, aber nie zu verspielt ist. Die EK-Preise liegen für einen Trenchcoat bespielsweise bei 150 Euro, Sweats kosten ab 40 Euro. Pro Jahr gibt es zwei Kollektionen, die jetzt in vierter Saison in Kopenhagen entwickelt werden.

Saks Potts. Das Label ist benannt nach den beiden Macherinnen hinter der Linie, den Freundinnen Barbara Potts und Cathrine Saks. Was sich eigentlich englisch anhört, kommt von waschechten Däninnen, die ihre gemeinsame Linie erst zu dieser Saison lanciert haben. Dabei geht es ihnen immer um den etwas ungewöhnlichen Blick. So sind der Kern ihrer Kollektion Pelzjacken, aber in ungewöhnlichen Farben. Da gibt es leichte, verstrickt gearbeitete oder gefütterte Waschbär-Jacken in Farben wie Rosé, Oliv, Khaki, Bordeaux, Blau oder Lila. „Unsere Mission ist, dass man unsere Pelze überall tragen kann. zur großen Party genauso wie im Alltag zur Jeans.“ Im VK kosten die kastig geschnittenen Jacken zwischen 670 und 870 Euro.

Rain Deer. Die kleine Schwester von Fat Moose, dem Parka- und Jackenlabel für Männer aus Dänemark. Mit Rain Deer gibt es die coolen Jacken jetzt in der ersten Saison auch für Frauen. Ob der plüschgefütterte Parka, der bedruckte Bomber oder die kastige, kragenlose Daunenjacke – immer ist der Look jung und urban. Dabei will Rain Deer Funktion und Fashion verbinden. Das Ganze in kommerziellen Preislagen, die im EK zwischen 40 und 70 Euro liegen. Der Vertrieb läuft wie bei der Herrenlinie über die Hamburger Agentur Sports & Adventure.

Engel Original. Das Label steht eigentlich für eine alteingesessene Workwear-Marke, die 1927 gegründet wurde, als Carl J. Engel Sr. Denim-Latzhosen aus den USA mitbrachte. Seitdem ist das Label in Dänemark als traditioneller Lieferant für Arbeitskleidung bekannt. Vor rund drei Jahren wurde die reine Menswear-Linie dann neu positioniert. Jetzt geht es nicht mehr um Funktion, sondern um Fashion, aber im typischen Workwear-Style. Da gibt es wärmende Plüsch- und Fleece-Jacken, wattierte Steppwesten, Denim-Blousons und Cargo-Hosen, bei denen typische Workwear-Features urban übersetzt werden. Pro Jahr werden zwei Kollektionen gezeigt. Eine Fleece-Jacke liegt im EK um 36 Euro.

David Lerner New York. Das Label wurde 2008 vom gleichnamigen Macher gegründet. Sein Ziel: zeitgemäße Looks und Luxus-Basics zu entwickeln, die bei allem modischen Anspruch doch komfortabel und bezahlbar sind. Jersey-Qualitäten stehen damit im Zentrum. Vor allem für Leggings, die jetzt in Deutschland über die Unifa in Düsseldorf vertrieben werden. Da gibt es Leggings mit Beschichtung genauso wie Modelle im Patch mit Leder, wattierte und gesteppte Varianten. Hauptsache immer sexy und bequem. EK-Preise variieren zwischen 40 und 70 Euro.

Parts Denim und Asap - so heißen die beiden neuen Projekte von Santoro Vitaliano, besser bekannt als Vito, der zuletzt die HAKA für Closed entwickelt hatte. Der Look seiner eigenen HAKA-Linie zeigt eine ähnliche Handschrift. Wertige Denims und Garne werden zu lässigen Looks verarbeitet. Aufwendige Waschungen und Finishing-Techniken sorgen dabei für eine individuelle, entspannte Handschrift. Da gibt es die rustikale Rippenstrick-Jacke in Seide-Kaschmir genauso wie den Feinstrick-Cardigan in Merino. Offene Kanten oder besondere Knöpfe sorgen für individuelle Akzente. Bei den Denims reicht die Palette von dezenten Vintage-Waschungen bis zu markanteren Effekten, von Skinny- bis zu Chino-Formen. Jeans kosten im VK zwischen 159 und 229 Euro. Vertrieb: Room with a view, Hamburg/München.

R13. Denim auf höchstem Niveau. Das Label aus New York legt Wert auf italienische Fertigung, besonders authentische Waschungen und perfekte Fits, die angeblich so eine sexy Figur machen, dass man danach keine andere Jeans mehr tragen will. Der Look ist auf jeden Fall leicht rockig angehaucht. Leder-Bikerjacken, Kaschmirshirts, Jeansjacken und Lammfell-Blousons komplettieren den coolen, urbanen Style. Der Anspruch hat seinen Preis. Im VK kosten die Jeans zwischen 300 und 400 Euro. Zu den ersten deutschen Kunden gehören Abseits in Stuttgart und Pool in München. Die Kollektion wird seit dieser Saison neu über die Agentur Room with a view, Düsseldorf/München vertrieben.

Les Hommes Urban. Die erst in der vergangenen Saison lancierte Zweitlinie der beiden belgischen Designer Tom Notte und Bart Vandebosch, die sich mit ihrer Laufstegkollektion Les Hommes in Mailand etbliert haben. Mit ihrem neuen Label wollen sie den gleichen modischen Anspruch erfüllen, aber zu günstigeren Preisen. Dabei geht es um trendige Komplettlooks mit schmalen Sakkos und Hemden genauso wie mit College-Blousons und gewaschenen Denims. Der Look ist eher sharp und clean. „Wir wollen zeitgemäße Looks für den jungen modernen Mann bieten“, erklären die beiden ihr Konzept. Jerseys kosten im EK zwischen 35 uns 39 Euro, College-Blouson 199 Euro. In Deutschland wird das Label neu über die Agentur Bernd Schürmann, Berlin, vertrieben.

Viper Room ist nach dem gleichnamigen, fast schon legendären Club in Los Angeles benannt, der zeitweise auch Schauspieler Johnny Depp gehörte. Entsprechend ist auch der Look der Linie. Es geht im Kern um Shirts mit Rock-inspirierten Prints vom Viper-Schriftzug bis zu Skull-Motiven. Von Top bis Longsleeve reicht die Palette. Der Fokus liegt auf Männershirts, aber es gibt auch schon erste Modelle für Damen. Schwarz und Off-White sind die beherrschenden Farben. EK-Preise starten ab 30 Euro. Vertrieb: Unifa, Düsseldorf.

Feathered soul. Labsal für die Seele, das sollen die zarten Schmuckstücke des US-Labels Feathered soul sein. Hat Schmuckdesignerin Marganne aus Los Angeles doch schon als junges Mädchen Schmuck für die Mähnen ihrer Pferde kreiert. Heute will sie die geschichtsträchtige Kraft von Vintage-Medaillen, die vielschichtige Farbigkeit von Edelsteinen mit der Feinheit von Seide und der Leichtigkeit von Federn verbinden. Sprechende Symbole wie Schlange, Engelsflügel, Fatimas Hand, Ewigkeitssymbol gehören oft dazu. Die feinen Ketten kosten in Silber ab 140 Dollar im EK. Besonders schön sind Teile mit kleinen echten Goldtropfen um 360 Dollar im EK. Der Vertrieb hierzulande läuft über The Agency, Düsseldorf.

Stand Black Nude kommt aus Schweden. Und nordisch clean ist auch der Look der Kollektion, bei der sich alles um Leder in räsonablen Preislagen dreht. Noch bezahlbare Bikerlederjacken oder Ledertops gefällig? Stand Black Nude bietet sie. Ob Bikerjacke mit Flechtdekor oder Steppdetail, Pencilskirt mit Zippern, Short, Stretchröhre oder oversized Lammfelljacke. Die erst vor rund einem Jahr gestartete Linie setzt vor allem auf schwarzes Leder mit rockiger Attitüde, aber auch etwas Weiß darf mal dazwischen sein. Dabei liegen die Preise zum Beispiel bei 199 Euro im EK für eine Lammleder-Stretchröhre, ein Top kostet 85 Euro im EK, Bikerjacken 149 Euro im EK. Zu den ersten Kunden hierzulande gehören 14oz, Berlin und Breuninger, Stuttgart. Der Vertrieb wird neu über die Unifa in Düsseldorf betreut.

Lorenzetti. Eine Kollektion aus einer italienischen Schuhmanufaktur. Dabei erinnert der Look der Booties, Chelsea- und Biker-Typen ein wenig an Moma und Fiorentini Baker mit leichter Vintage-Attitüde. Typische Schnallen- und Nieten-Details treffen auf rustikale Leder. Auch Overknee-Stiefel mit Zipper gehören zum Programm. Schwarz- und Brauntöne bestimmen das Farbbild. Die EK-Preise liegen zwischen 85 und 99 Euro. Der Vertrieb läuft über die Agentur Klauser, München/Düsseldorf.

Tasselli Cashmere. Echter Luxus. Echt „made in Italy“, denn Tasselli Cashmere nimmt teil am „TF Traceability & Fashion“- System, das Entwicklung und Herstellung von Mode in Italien transparent machen will. Firmengründer Renzo Tasselli fühlt sich der umbrischen Handwerkstradition aber schon seit der Firmengründung Anfang der 70er Jahre verbunden. Kaschmir stand stets im Zentrum des Unternehmens, meist für andere namhafte Marken. Jetzt will Tasselli Cashmere deutsche Premium-Häuser überzeugen: mit hohem Strick-Know-how unter eigenem Label, mit sanften Naturtönen und modernen, doch zeitlosen Modellen. Die Palette für Frauen reicht vom leichten Indoor-Überwurf (300 Euro EK) mit abnehmbarem Kragen bis zu Strickmänteln: leicht, mit langen Ärmeln auch als Kleid zu nutzen oder etwas sportiver gestrickt mit Knebelverschluss und Shearling-Kragen (456 Euro). Highlights sind ein schlankes Suede-Jacket (705 Euro) und ein Nappaleder-Cape (600 Euro), jeweils mit Kaschmir-Strick abgefüttert. Echter Luxus eben, der sich erstmals auf der Supreme in München präsentiert.



11.02.2014Redakteur: TextilWirtschaft online

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