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Von Denim bis Kaschmir - diese Labels bringen Sortimente in Schwung


Noch hat die Orderrunde nicht begonnen. Doch es ist nie zu früh, um sich in Stellung zu bringen. Der Druck von allen Seiten wächst. Da kommt es vor allem auf die besonderen Sortimente an. Block und Stift gezückt: Für Denim-Lover, Kunstpelz-Anbeter oder Kaschmir-Fans: Diese neuen, unverbrauchten Namen machen der Kundin Lust auf Mode:

Glücksstern. Ein kleiner Stern, doch er strahlt schon hell. Gerade im vergangenen März gestartet, zählt die Hosenlinie schon 220 Kunden hierzulande. Glücksstern will ein fester, verlässlicher Faktor in Sachen Hose werden: „Wir wollen Frauen ansprechen, die modisch und stilbewusst sind, weibliche Formen haben und Wert auf viele Details und hochwertige Stoffe legen“. In Deutschland entwickelt, werden die Hosen ausschließlich in Europa produziert. Nicht nur der VK, im Schwerpunkt bei 109 Euro, soll für Glücksstern sprechen, sondern auch Schnelligkeit: Flashprogramme ergänzen die sportive Linie, die sich über besondere Waschungen, Laser-Effekte, Destroyed-Optiken profilieren will.


Iphoria. Eine Symbiose aus Klassik und Verspieltheit – so lässt sich der Stil von Iphoria zusammenfassen. Die Berliner Jungdesignerin und Gründerin des Labels, Milena Jäckel, ist im Sommer mit ihrer Kaschmir-Kollektion gestartet. Bekannt wurde Iphoria mit den markanten iPhone-Hüllen. Die Designs der Kollektion aus 100% Kaschmir variieren von klassischen Streifen bis hin zu lauten Prints sowie von zarten Nude-Tönen bis hin zu lebhaften Farben. Hihglights sind etwa die Oversize-Cardigans und wollige Ponchos. Die VK-Preise für Pullover und Strick beginnen ab 340€. Der Vertrieb läuft direkt über Iphoria.


Nehera. Voluminöse Silhouetten, Layerings und Wickel-Optik: Das ist der typische Look von Nehera. Dabei stehen höchste Präzision bei der Verarbeitung und hochwertige Qualitäten immer im Mittelpunkt. Das tschechische Label – 1923 von Jan Nehera gegründet und jetzt wiederbelebt – ist heute bekannt für seine typischen, aber auch experimentellen Macharten, von kimonoartigen Mänteln bis hin zu spannenden Drapierungen. Dafür verantwortlich ist Samuel Drira, der zuvor schon für Hermès und The Row tätig war. Die EK-Preise für Blusen liegen bei 85 Euro, für Hosen bei 95 Euro. Der Vertrieb läuft über Petra.Esparza.McAlpine, München.


Melampo. Alles begann 1947 mit Antonio Poletti, der in der Nähe von Mailand handgefertigte Kappen anbot. In den 60er Jahren kam dann auch Oberbekleidung zur Firma Melampo hinzu. Nun führen die Enkel Anna, Lulù und Bruno Poletti das Traditionshandwerk fort. In Lulùs Wahlheimat Berlin haben sie dieses Jahr einen Womenswear-Store eröffnet und zeigen die erste eigene Kollektion. Die aufwendig konstruierte, qualitativ hochwertige Oberbekleidung setzt auf satte Farbtöne, grafische Dessins und florale Muster. Oberteile kosten im EK zwischen 80 und 220 Euro, Hosen bis 150 und Kleider bis 500 Euro. Der Vertrieb läuft über das Label direkt.


W'lfg'ng. Tailoring trifft Funktion: Es begann mit einem Pop-up-Store in München, in dem Wolfgang Jarnach seine innovative Outerwear verkaufte. Nun will sich das junge Label am Markt etablieren. W’lfg’ng bietet Blousons, Regen- und Daunenjacken für Frauen und Männer, die sowohl modisch als auch funktional ganz vorne mitspielen. Das Highlight sind 3-in-1-Modelle, ausgestattet mit dem sogenannten „All-Weather-System“ – die Jacken können je nach klimatischen Bedingungen auch separat getragen werden. Es gibt zum Beispiel eine wind- und regenfeste, atmungsaktive Outdoor-Jacke, gepaart mit einem Mantel aus Gänsedaunen. Im Verkauf liegen die Outdoor-Jacken zwischen 300 und 600 Euro, bei einer 2,7 bis 3er Kalkulation. Vertrieb: Agentur Treibstoff, München.


Unreal Fur. Das junge australische Label setzt auf Trendsicherheit mit gutem Gewissen: Seit 2012 bieten die Tierschützer und Gründer Amir und Gilat Shani zwei Fake Fur-Kollektionen pro Jahr an. Große Häuser wie Harvey Nichols oder Lodenfrey, München, stehen bereits auf der Kundenliste. Klassiker und Medienliebling ist der creme-farbene „Candy Blossom Coat“ mit abgesetztem Kragen in Wasserblau. Neben opulenten Fake Fur-Jacken in allen Formen und Farben gibt es auch Accessoires und Styles aus veganem Leder. Im VK reichen die Preise von 120 bis 350 Euro. Vertrieb: ESFN, Düsseldorf.


Vanessamorin. Die eigene Linie ist für die meisten Modedesigner ein Traum. Vanessa Morin hat ihn sich 2012 erfüllt. Im eigenen Namen. Die Frau hinter Vanessamorin ist in Koblenz geboren, hat nach dem Studium einige Jahre in Paris für Damir Doma gearbeitet, bevor sie sich in München selbstständig machte. Die Kollektion ist angesiedelt im Bereich Contemporary Luxus, der Stil grafisch clean. Farblich liegt der Fokus auf Schwarz, Weiß, Grau. Die Drucke sind alle selbst gestaltet. Aktuell ist die Linie in neun Ländern vertreten, in Deutschland gehören Pool, München, und Atelier, Köln, zu den Kunden. Die Verkaufspreise starten bei 98 Euro für Tanktops und gehen in der Spitze bis über 1000 Euro für Mäntel. Der Vertrieb läuft über das Label selbst.
08.12.2015Redakteur: TextilWirtschaft online

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