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Spitzenleisten

An der Männer-Stiefelette scheiden sich die Geister. Doch auf dem Catwalk wird der spitze Boot definitiv als Aufsteiger gehandelt.


Stiefelette? Das geht gar nicht, ist häufig zu hören, wenn es um den Siebzigerjahre-Star unter den Schuhen geht. Viele fällen ihr Urteil schnell und vielleicht auch zu Recht: zu zickig, zu feminin, unverkäuflich. Gerade deswegen ist die Stiefelette ein großes Thema in progressiven Sortimenten. Gerade auch, um neben all den dominanten und auffälligen Sneaker-Styles markante, modische Spitzen zu zeigen.

Stiefeletten, aber auch schlanke Cowboy-Boots polarisieren und sind ein Fashion-Statement mit Highlight-Potenzial. Lässige Hollywood-Beaus tragen sie zu schlanken Jeans und Karohemd. Designer-Brands wie Saint Laurent Paris und Givenchy präsentieren sich als Stiefeletten-Taktgeber und pushen ihre Catwalk-Looks mit den angespitzten Absatz-Stiefeln. Paul Smith legt mächtig nach und kombiniert sie mit plakativen, farbintensiven Stylings.

Mit Skinny-Hosen funktionieren sie sicher. Kenner zeigen sie zu neuen, größeren Fußweiten. Mutige spielen den Schlaghosen-Look in Gänze. Kommerzieller wird es mit dem Chelsea-Boot, ohne Absatz und praktisch mit Reißverschluss. Wie gut, dass Paul Smiths Männer auf praktisch pfeifen.

09.02.2016Redakteur: André Bangert

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