Oberflächenspannung. Wareneinsatz und Volumenspiele. Mailand markiert den Auftakt in den Schauenreigen der Menswear. Ein offensichtlicher Trend: Das Spiel mit kontrastierenden Qualitäten und Strukturen. Prada kombiniert schlichte, bis übers Knie reichende Wollmäntel mit straff darüber gegurteten Steppgilets, drapiert haarige Pelz-Schärpen zu glatten Tuxedo-Styles.

Jil Sander wiederum erzeugt über technische Qualitäten mit Stand fast skulpturale Formen. Bewegte Oberfläche und architektonische Silhouetten dominieren das Bild. Bei No. 21 werden Pelzmäntel zu Jacquard-Hosen, haarige Check-Qualitäten zu glatten und matten Neopren-Fabrics gestellt. Konträr, virbrierend, spannungsreich. Hybrides Styling in hybriden Zeiten.

Eine ausführliche Analyse der Männermodeschauen in Mailand finden Sie in der TW 3b vom 16. Januar 2014. Die digitale Ausgabe steht bereits am 15. Januar 2014 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.