Kunst am Körper: Die skulpturalen organischen Kreationen der Niederländerin Iris van Herpen gehören zu den Highlights der MBFWB. Weil sie einen Hauch Pariser Haute Couture nach Berlin bringen. Weil sie so anders sind, als alle bisher gezeigten, fast schon zu tragbaren, zu kommerziellen, zu wenig innovativen Kollektionen. Weil sie polarisieren. Wie Panzer umschließen die futuristischen Kleider aus spacigem Silber den Körper. Steife Plissees und Rüschen, an exotische Muscheln und Schneckenhäuser erinnerte Wölbungen und Wellen aus feinen Plastikblättchen machen die Kleider zu Kunstwerken. Weiße Flechtwerke wirken wie Skelette, ein Fransenkleid aus silbrigen Fäden endet in riesigen Tentakeln. Die Models stolzieren mit Alien-Kontaktlinsen und wie Tüchern um den Kopf geschlungenen Haaren auf den extremen High Heels mit plastischen Fransen und geflochtenen Plateauabsätzen.

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