Laufsteg frei für den Nachwuchs: Die Berlin Fashion Week ist der Hotspot für junge Talente oder noch nicht so etablierte Designer. Namen wie Julian Zigerli, Ivanman, Michael Sontag, Kilian Kerner, Anne Gorke und viele andere machen mittlerweile das Gros der Defilees aus. Da gibt es einiges zu entdecken. Augustin Teboul etwa. Sie sind eigentlich längst keine Newcomer mehr. Das Designduo macht seit Saisons durch seine ästhetisch anspruchsvollen Kreationen und Präsentationen von sich reden. Eine besondere Inszenierung darf man sicher auch von David Tomaszewski erwarten, der Offsite auf der Studiobühne der Deutschen Oper Berlin zeigt. Allein die Location steht schon für eine besondere Atmosphäre.

Wer es clean und pur mag, kommt beim Berlin-Debüt von Clemens en August auf seine Kosten. Das Label des Brenninkmeyer-Sprosses vertreibt seine Kollektion von cooler Konfektion bis zur gut geschnittenen Seidenbluse seit Jahren im Direktvertrieb. Jetzt präsentiert sich Clemens en August erstmals im Rahmen der Fashion Week – sicher ein Highlight. Fast schon zu den Etablierten gehören dagegen Perret Schaad. Mit ihrem Understated Chic sind sie seit Saisons ein Fixpunkt im Kalender. Das gilt gleichermaßen für Hien Le. Für einen reduzierten Look steht auch Barre Noire – ebenfalls einen Blick wert. Genauso wie die Kollektion der Berlinerin Franziska Michael mit ihrem interessanten Mustermix oder den eher expressiven Look von Isabell de Hillerin, die oft ethnische Einflüsse verarbeitet und Malaikaraiss, die häufig mit Seide experimentiert. Eine Riesen-Bandbreite an Inspiration, Innovation, eben einfach an Talent.