Er hat es Schwarz auf Weiß: Tim Labenda gehört zu den besten Designtalenten Deutschlands. Gerade hat er den mit 22.000 Euro dotierten ersten Preis beim Mode-Wettbewerb „Start Your Fashion Business“ gewonnen, den die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung zum fünften Mal durchgeführt hat. Eine besondere Ehre, denn hier geht es nicht nur um Kreativität und Handwerk, sondern um Umsetzbarkeit, um einen Plan. Den Businessplan. Kann Tim Labenda in der "Realität" überleben? Die Jury sagt ja.

Tim Labenda wird in der Branche wahrgenommen. Bereits im vergangenen Jahr hat Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp den jungen Designer aus Würzburg in den Vogue Salon aufgenommen. Ein Sprungbrett. Sie war es auch, die den gelernten Herrenmode-Schneider riet, auf DOB umzuschwenken.

Der Look: Klassik, modern und leicht. Klare, größtenteils kastige Schnitte, gute Passformen, Fokus auf Schultern. Details auf den zweiten Blick. Alles und immer subtil. Die Neunziger, so interpretiert, das sie in unsere Zeit passen. Mit viel Sinn für Stoffe. So in etwa lässt der Look sich runterbrechen. Sein Handwerk erlernte Labenda bei Hugo Boss, Kenneth Cole und Ute Ploier. Sein großes Vorbild: Jil Sander. Das spürt man in jeder Faser.