Von Pelz und Plüsch. Von Muster und Menswear-Attitüde. Von Tailoring und tausendfacher Deko. Die Mailänder Schauen senden vielfältige Signale, keine einzelne klare Botschaft. Viele Themen werden weitergedreht. Vor allem Gucci bleibt seiner Handschrift sehr treu. Auffällig ist allerdings generell der Clash aus Maskulinität und Femininität. Besonders virtuos wird das von Miuccia Prada umgesetzt mit haarigem Strick, Cord, Glencheck, Mohair, Plüsch, Perlen-, Feder- und Fransendekor, eine Fülle an Ideen. Ihre Schau ist erneut einer der absoluten Höhepunkte der Woche.



Typische HAKA-Muster wie Glencheck, Hahnentritt und Karo kommen ohnehin durchgehend inflationär zum Einsatz. Anzüge und Sakkos gewinnen ebenfalls wieder an Bedeutung. Daneben kommt viel Farbe, vor allem Rot in allen Schattierungen. Muster und Dekoration bleiben allgegenwärtig. Das Motto lautet eher Maximalismus denn Minimalismus.



Mehr oder weniger lautstark äußern sich die italienischen Designer – wie bereits zuvor in New York und London geschehen – auch immer wieder mit politischen Parolen. Mal mit einem Statement auf Mützen oder an Säumen wie bei Versace, mal in Form einer inbrünstigen Ansprache wie bei Missoni. Klare Worte aus der Mode.