Rund 40 Schauen in vier Tagen. Jil Sanders Rückkehr. Queen of Clean. Bomber-Jacken bei Burberry Prorsum. Neue Farben wie Chiantirot und rauchige Blautöne bei Ermenegildo Zegna. 70 Komparsen bei Dolce&Gabanna. Das war Mailand. Die wichtigsten Trends von den Männerschauen für Frühjahr/Sommer 2013:

LUFTIGE LEICHTIGKEIT.
Casual de luxe. Hemden, die wie Jacken sind. Jacken, die zu Hemden werden. Shirts zu Shirts über Shirts. Spielerisches Layering. K-Ways und Schlupfblousons. Hightech neben Paper Touch. Leinen, angeknitterte Baumwolle, handschuhweiches Leder. Alles milde abgestimmt in monochromen Farbwelten. Hier Stahlblau, rauchig-kühl. Dort erdig tiefe Tabak-, Braun- und Rost-Nuancen.

KLARE LINIEN. Geometrie als oberste Lehre. Der Gegenentwurf zu Ethno- und Organic-Trends. Architektur und Geradlinigkeit. Messerscharf geschnittene Anzüge, abgeräumte Trench- und Overcoats, kastig geschnittene Zipp-Hemden, Taschen ohne Griff und Henkel. Qualitäten mit Stand und Charakter. Colourblockings als einzig erlaubtes Stil- und Dekorations-Element.

STARKE MUSTER. Inkjet, Siebdruck, Laserprint. Drucktechnik ohne Grenzen. Die Kreativen nutzen alle Möglichkeiten und platzieren Muster und Dessins auf Sakkos, Hosen, Shirts und Shorts. An vorderster Stelle bis zum Faux-Uni abstrahierte Ethno-Dessins und handgemalte Minimals. Krawattenmuster für Hemden, Riesenprints für poppige Binder. Wer’s wild mag, zwingt die Muster in einem Look zum ungezwungenen Miteinander.