Darf's ein bisschen mehr sein, Männer? Schlips und Strümpfe sind schon lange nicht mehr die einzigen Accessoires in progressiven Menswear-Looks. Die internationalen Designer haben auf ihren Schauen in Mailand und Paris für den Extra-Twist im Styling neue Impulse gesetzt. Fest steht: Ohne Tasche geht nichts mehr. Die neuen Modelle zeigen sich von ultraklassischen Dokumentenmappen oder Techno-Rucksäcken inspiriert. Das sieht gut aus und ist praktisch. Schließlich haben selbst das lässigste Sakko und der fetteste Parka nicht genug Platz für Tablet, Smartphone, E-Book und was sonst noch im Alltag nicht fehlen darf. Für die Extraportion Schutz und Style zeigt sich der Schal im Aufwind. Der treue Umsatzbringer des Handels und geliebte Krawattenalternative vieler Männer punktet über neue stilistische Nachbarschaften zu Hemd und Pullover. Deutlich dezenter geht es in der Körpermitte zu. Beim Gürtel. Fette Schließen und derbe Riemen sind abgemeldet. Stattdessen heißt die Losung: Schlanke Hosen brauchen schlanke Gürtel.

Dokumentenmappe. Der Klassiker Dokumentenmappe steht Pate für eine neue Art der Tasche. Ob mit Henkel oder ohne - getragen wird sie in der Hand. Das geht auch locker. Schließlich ist sie (in der Regel) klein genug, um nicht hoffnungslos überladen und so kiloschwer zu werden. iPad und Smartphone passen rein. Straßenatlas und Leitz-Ordner nicht. Macht aber nichts. Dafür hat man jetzt ja Apps. Diese Teile passen in jedes Menswear-Sortiment. Und wecken durch die direkte Verbindung zu neuer Digitaltechnik die Lust der Männer.

Sporttasche. Es darf gegurtet werden. Wer aktiv und viel unterwegs ist, hat gerne beide Hände frei. Zum Tippen auf dem Tablet, zum Fotografieren, zum Fahrrad lenken. Hier kommen Rucksäcke und Bauchtaschen zum Zug. Damit der Look dabei nicht Richtung Wandertag abgleitet, haben die Designer sich viel einfallen lassen. Cleane, ultraklare Silhouetten. Digitale Drucke. Material-Kombinationen. Funktion geht auch fashionable.

Schlanker Gürtel. Zurückhaltend tritt er auf und drängt sich nicht in den Vordergrund. Der Gürtel spielt das subtile Spiel. Seine primäre Aufgabe: Er unterstreicht die Wirkung der Looks, statt übertriebene Akzente zu setzen. Diese Gürtel sind keine Statement-Pieces. Das macht sie umso interessanter. Weit und breit keine protzigen Schnallen. Glänzendes Gold und Silber wird Ketten, Ringen und Nieten überlassen. Stattdessen verschönern mattes Metall und aufwendig bearbeitete Oberflächen die zierlichen Schließen. Das Leder dazu ist zum einen schlank und schlicht. Zum anderen zeigt es die volle Bandbreite von alledem, was die Natur hergibt. Strukturen aus der Tierwelt stehen für das gewisse Extra. Besondere Lederarten sorgen für dezente Extravaganz. Wenn es dann mal anders und übernatürlich wird, dann richtig. Bei avantgardistischen, sportiven Future-Looks zeigt auch der Gürtel über moderne Schnallen und kräftige Kontraste technische Attitüde.

Schal. Was Warmes für den Hals? Bei klirrender Kälte gerne. Zweifelsohne sind Schals und Halstücher im Winter besonders gefragt. Aber auch bei milden Temperaturen binden sich Männer gerne etwas um. Die Vielfalt ist groß. Heutzutage müssen es nicht zwangsläufig Krawatte oder Schleife sein. Schals und Halstücher sind willkommene Alternativen. Als schmückende Accessoires zum schlanken Mantel, Casual-Sakko, smarten Anzug, zur kernigen Lederjacke oder dem Outdoorstrick. Kein Outfit, zu dem sie nicht getragen werden können. Die Alleskönner ergänzen den Look – egal ob sportiv, elegant oder modisch spitz. Kunstvoll drapiert und gewunden, können Schals und Halstücher aber auch akzentuieren und deutliche Statements setzen. Mit imposanten Ausmaßen, leuchtenden Farben, verspielten Mustern oder schillernden Applikationen.