Nerz und Persianer, Fuchs und Hase, Waschbär und Biber. Geschoren oder haarig. Uni oder buntgescheckt. Allover oder im Detail. Pelz ist das absolute Über-Thema der Mailänder Schauen, die morgen zu Ende gehen. Kaum ein Defilee ohne Pelz oder Fell. Und zwar gänzlich ungeachtet der teils lautstarken Proteste von Pelz-Gegnern, etwa vor der Prada-Schau oder bei Just Cavalli, wo es ein Demonstrant sogar auf den Laufsteg geschafft hat.

Dabei geht es längst nicht nur um für Pelz typische Jacken und Mäntel, die es ohnehin in Hülle und Fülle gibt. Mit Pelz wird richtiggehend experimentiert. Da werden verschiedene Pelz-Arten in einem Mantel vereint. Lange, haarige Pelze gehen in geschorene über. Pelzstreifen in verschiedenen Farben ergeben neue Muster und Oberflächen. Es gibt Ärmel aus Pelz, breite Pelz-Säume bei Röcken und Mänteln, aber auch mal nur einen Kragenabschluss in Nerz. Pelz wird in Wollmäntel und Kleider eingearbeitet. Aber auch Pencilskirts oder Kostüme in geschorenen Fellen gehören zu den innovativen Umsetzungen. Selbst vor Pelz-Kopftüchern, Sonnenbrillen mit pelzüberzogenen Bügeln und Pumps mit Pelzbesatz machen die Kreativen nicht halt. Es gibt nichts, was es nicht auch in Pelz gibt. Eben für echte Fur Fanatiker.