Gallery: Burberry Prorsum H/W 2014/15



Burberry Prorsum. Bereits eine Stunde von Showbeginn standen die Schaulustigen im Kensington Garden Spalier, um am Burberry-Hype teilzunehmen. Nirgendwo sonst bekannten sich die Schauengäste so sichtbar zur Marke wie hier: Trenchcoats, wohin man blickte – von Vintage-Stücken bis hin zu Teilen aus der jüngsten Saison. Die neue Kollektion ist inspiriert von eine Gruppe englischer Künstler, Intellektueller und Wissenschaftler, gegründet 1905 – dem Bloomsbury Set. Christopher Bailey entwickelt in seiner ersten Kollektion, nachem er zusätzlich zu seinem Creative Diretor-Posten zum CEO ernannt wurde, den Trenchcoat-Gedanken konsequent weiter. Er steht erneut im Zentrum des Looks und kommt als bedruckte Leder- oder Ponyfell-Variante, als Trenchcoat-Poncho oder -Kleid. Wasserfarbendrucke sorgen für Ethno-Atmosphäre. Pastellfarbene, transparente Seidenkleider mit Spitzeneinsatz sorgen für Sexyness. Ponchos bestimmen den Look maßgeblich. Sie sind ein Schlüsselteil bei Burberry und als solches bereits jetzt für eine begrenzte Zeit im Online-Shop erhältlich. Sie werden auf Wunsch mit Namen oder Initialen personalisiert. Auslieferung der hand-made-Artikel soll in neun Wochen sein.

Gallery: Tom Ford H/W 2014/15



Tom Ford. Deutlich losgelöster, irgendwie more Fashion, zeigt sich die neue Kollektion von Tom Ford. Das demonstriert die Leo-Serie am deutlichsten. Hier zeigt Ford etwa wunderschöne Kombinationen aus kastigem, unangestrengtem Top zu schmalem Rock. Pelzjacken in Leo-Optik werden zum sexy Zweiteiler aus Leder kombiniert. Auch die Pelze zeigen Richesse, indem sie etwa in Multicolor daherkommen. Einzig die Paillettenkleider im Baseballtrikot-Stil wirken etwas gewollt, mit der Aufschrift „Tom Ford 61“. Den lockeren Sportsmann nimmt man ihm dann doch nicht ab. Als Kontrast zu Leder, Leo und Pelz stellt Tom Ford burschikose Cowboystiefel. Eine Hommage an seinen Wohnort? Der Designer soll zeitweise in Santa Fee, New Mexico, wohnen.

Gallery: Christopher Kane H/W 2014/15



Christopher Kane. In der britischen Presse wird die Kollektion von Christopher Kane bereits als überragend gefeiert. In der Tat überzeugt Kane auf ganzer Linie durch sein virtuoses Materialspiel. Im Zentrum des Looks steht ultradünnes Nylon. Damit bespielt er nahezu die ganze Kollektion. Glatt verarbeitet bei Kleidern, am spannendsten zusammen mit großflächigen Partien aus Spitze als aufbrechendes Element. Nylon kommt aber auch gerüscht daher, eingesetzt bei Röcken und – erneut – bei Kleidern. Unterm Strich ist die Kane-Attitüde einmal mehr edgy-cool, besonders bei den zahlreichen Anzügen, die mal als Zwei-, mal als Dreiteiler daherkommen. Immer volumig, immer ein wenig rough und androgyn. Sehr schön setzt Christopher Kane das Thema Pelz um, am innovativsten als Innenseite der Nylon-Mäntel und als Add-on für die Säume oder Ausschnitte der Röcke und Kleider – ebenfalls aus Nylon. Auch für die Abendkleider-Serie spielt Kane mit den Oberflächen, indem er die einzelnen Lagen fächerartig in alle Himmelsrichtungen aufspringen lässt.