Der Donnerstag ist traditionell der Tag der großen Marken. Highlight war wieder einmal die Show von Hugo, wo sich zahlreiche Stars ein Stelldichein lieferten, unter anderem Julianne Moore, Giorgia May Jagger, Cosma Shiva Hagen und Matthias Schweighöfer. Die Damenkollektion zeigte sich dieses Mal von einer weicheren, feminineren Seite, ohne dabei jedoch an die für Hugo typische Coolness einzubüßen. Das Ergebnis: eine supermoderne Kollektion mit neuen Silhouetten. Das wurde schon beim ersten Outfit deutlich, einem wunderschön kragenlosen Satinmantel in Cremeweiß. Aber auch Cutout-Kleider sowie Tops zum leicht ausgestellten Midi-Rock brachten eine neue Silhouette ins Spiel. Genauso die mintgrünen Kleider oder Kombinationen Rock-Oberteil mit Metallic-Effekten, die selbst die Männer im schlanken Changeant-Anzug oder dem azurblauen Oberteil zur schmalen anthrazitfarbenen Hose in den Schatten stellten. So soll es ja auch sein: die Männer, souverän gekleidet, überlassen den Frauen den großen Auftritt.

Wieder einmal große Sicherheit in Handwerklichkeit und Stoffreichtum demonstrierte Rena Lange. Und gleich zu Beginn zeigte die Münchner Marke mit einem Tweedblouson zum kurzen, glockigen Rock und der hervorblitzenden Seidenbluse in Orange, wie Rena Lange auch mal in neuer Silhouette aussehen kann. Wunderschön auch die Multicolor-Ensembles mit abstrahiertem Muster in Bleu-Orange und Weiß, sehr modern mit der verkürzten weißen Hose mit Mini-Schlag. Sehr stark auch die maritime Blau-Weiß-Thematik, die mit feinen Längs- und Querstreifen spielt. Highlight war das Abenkleid, das im Rücken mit weißen Bändern ein raffiniertes Dekolletee ergibt. Das sind starke Einzelteile, die Rena Lange ermutigen sollten, noch stärker in Richtung dieser neuen Silhouetten zu spielen – in Verbindung mit der Schnittkunst und Handwerklichkeit, die sie auszeichnet.

Zwischen Fee und Avatar-Amazone bewegt sich Schumacher in dieser Saison. Dorothee Schumacher spürt im „Wireless Lifestyle eine Sehnsucht nach Romantik und Tiefe" und zeigt so zarte Chiffonblusen in zarten Pastellen mit seitlich gearbeiten Volants, die sie zu schmalen Hosen oder sportiven Baumwollpopeline-Röcken kombiniert. Das Überraschende ist neben dem ausgeprägten sportiven Ansatz auch die Dominanz von Baumwolle im Vergleich zu Seide. So bringt die Designerin verstärkt auch Kleider in Baumwollpopeline, die dann allerdings wieder mit Raffungen und kleineren Dekorationen eine feminine Komponente bekommen. Auch Minimaldessins spielt Schumacher für Anzugkombinationen in Reinkultur. Sehr schön die Ledermäntel über mehrfarbige Seidenkleider und die Seidenblusen und Kleider, die immer wieder mit femininen Elementen wie Volants spielen. Das sind Komponenten, für die Schumacher steht.

In der Mädchenschule haben Mongrels und Common und Liebig zu einer Präsentation im Freien geladen. Leider unterm Schirm wegen Regen, trotzdem schön. Das Kleiderlabel Liebig hat sich bei Mongrels in Common beteiligt, deshalb die gemeinsame Veranstaltung. Beides sind sicher Namen, die man im Auge behalten sollte.