Quadrophenia. Den Mod-Film hat sich Leyla Piedayesh wahrscheinlich einige Male angeschaut, hat den Spirit aufgesaugt und ihn in ihre Kollektion einfließen lassen. Am offensichtlichsten sieht man es an der Kombination von roter Röhre und schwarz/rot bedruckter Seidenbluse. Es ist eine Art Hahnentritt-Dessin, verfremdet mit ethnischen Elementen, das sich auch auf Röcken und Seidenhosen wiederfindet. Es kommt auch allover in einer Kombi aus Maxirock und Omapulli, sehr urban. Lala Berlin ist nach wie vor zart und romantisch, aber zum kommenden Winter taffer, rockiger.
Zu einem bedruckten Maxirock aus Chiffon stellt die Designerin eine Armee-Weste aus festem Canvas in Olivgrün. Das beste Outfit der Show. Seidenhosen kommen zusammen mit fetten Mohairpullovern. Transparente Blusen sehen aus der Ferne wie feste Jeanshemden aus. Dazu werden hautenge, verkürzte Moonwashed-Jeans gestellt. Da kommen dann wieder die Mod-Einflüsse klar durch. Aber nie zu viel, zu laut. Neben Schwarz/Rot zeigt Leyla Piedayesh auch eine schöne Palette blasser Töne wie Bleu, Aprikot und Puder. Zusammen mit Oliv eine harmonische Range, die man so noch nicht gesehen hat.