Soll einem das Wasser im Munde zusammenlaufen oder nicht? Diese Frage könnte man sich angesichts der plakativen Obst- und Gemüse-Prints, ob Pepperoni, Aubergine oder Erdbeere, die es bei Docle&Gabbana zu sehen gibt, duchaus stellen. Dabei bleiben sie sich selbst absolut treu: Dolce&Gabbana variieren ihr Thema der sizilianischen Weiblichkeit mit viel Sexappeal, Glitzer und Verführungskunst um eine weitere Facette. Silhouetten und Formen sind dabei bekannt. Schwingende oder Bleistiftröcke werden zu Bustier- oder Korsagentops kombiniert. Kleider oder zweiteilige Ensembles kommen im Wechsel mit Shorty-Anzügen über den Laufsteg. Was Domenico Dolce und Stefano Gabbana in vorangeganenen Saisons mal in weißer, mal in schwarzer Spitze, mal mit Sternen-Dekor gezeigt haben, wird jetzt eben mit plakativen Prints wie frisch vom Marktstand umgesetzt. Das Ganze ist wenig überraschend, aber typisch Dolce&Gabbana, zumal in der schwungvollen Inszenierung zum Titel "Hey Mambo". Vielleicht ist es in Zeiten wie diesen kommerziell gesehen unbedingt richtig, sich auf seine Stärken und den Kern seiner Handschrift zu konzentrieren. Soweit, alles richtig gemacht. Aber auf Dauer könnte das dem schnelllebigen Modevolk einen Tick zu langweilig sein