Raf Simons sorgt mit seiner absolut modernen Handschrift für Jil Sander wieder einmal für einen der Höhepunkte der Mailänder Schauenwoche. Was zunächst relativ unspektakulär mit schlichten modifizierten weißen Hemdblusenkleidern beginnt, steigert sich schnell zu schicken Outfits mit neonfarbenem Paisley-Print auf weißem Fonds, Ensembles in plakativen Vichy-Karos bis hin zu schwingenden Organza-Karoröcken und schlanken Kleidern in Smaragdgrün. Kniebedeckende Bleistiftröcke mit hohem Schlitz sowie schmale Etui- und Mantelkleider, teils in Kombination mit kleinem Hütchen machen den Look elegant, fast ladylike. Durch die reduzierte Handschrift wirkt er gleichzeitig aber extrem modern. Einflüsse aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts haben ihn geprägt, sagt Raf Simons selbst. Von Pablo Picasso inspirierte Intarsien-Muster auf kleinen Strick-Pullis sind ebenfalls Ausdruck dieser deutlich sichtbaren Inspiration.