Sinn und Sinnlichkeit oder zwischen Genie und Wahnsinn könnte in diesem Jahr die Überschrift für die Mailänder Schauen lauten. Denn die Looks der italienischen Designer zeigen sich wieder etwas reicher und geschmückter. Es darf durchaus funkeln und glitzern. Ein Schmuckstein hier, eine Blüten-Applikation da. Jede Menge Spitze und Transparenz. Patch und Plissee sowieso. Prada schmückt mit Brokatstoffen, Fendi mit Schlitzungen und Lasercuts, Marni und Stella Jean mit Mustermix. Weiblichkeit, aber nicht weichgespült. Es geht um starke Frauen.

Lediglich Jeremy Scott für Moschino setzt auf pinkfarbene Barbies mit Plastik-Appeal. Ansonsten geht's um Beauties mit Profil. Das unterstreicht nicht zuletzt Rodolfo Paglialunga mit seinem Debüt für Jil Sander. Eines der absoluten Highlights der Mailänder Schauenwoche. Er macht Jil Sander wieder zu Jil Sander. Lässt den ureigenen Look dynamisch und frisch wieder aufleben. Mit maskulin inspirierter Konfektion, cleanen Jacken, Bermudas und Blusen, die durch Details und Farbkombinationen frisch und dynamisch daherkommen. Culotte- und Bermuda-Formen sind ohnehin der Aufsteiger – auf und auch abseits der Laufstege im Publikum. Aber auch der Rock in allen Längen bleibt ein Must-have. Leder und Denim sorgen dabei für die entsprechende Coolness.

In der TW 39 vom 25. September 2014 finden Sie eine umfassende Analyse der Mailand Fashion Week. Die digitale Ausgabe steht bereits am 24. September 2014 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.