Schleifen, Rüschen, Spitze. Gold, Glanz, Glitzer. Samt und Seide. Brokat und Pracht. Pelz und Pomp. Die Mailänder Designer lieben es zum Herbst opulent und weiblich. Die Gucciisierung setzt sich fort. Die Neo-Romantik, die Alessandro Michele nach wie vor für Gucci kultiviert, hinterlässt ihre Spuren auch in vielen anderen Kollektionen.

Hinzu kommt als neues Element ein starker maskuliner Einfluss. Typische HAKA-Muster wie Glencheck, Fischgrat, Hahnentritt  und Tweedbilder sowie coole Uniform-Anklänge, etwa bei Prada, setzen einen wohltuend herben Kontrapunkt.

Auch Ringel und Karos sorgen für Frische. Damit das Frauenbild nicht allzu verrüscht und feminin daherkommt. Für Modernität sorgen dabei neben Gucci und Prada vor allem No. 21, Ports 1961, Giamba, Max Mara, MSGM und Iceberg.