Weiblich, sinnlich, sexy - das ist die eindeutige Botschaft von Dolce&Gabbana. Am fünften Tag der Mailand Fashion Week zeigten auch Marni, Trussardi, Aquilano Rimondi und Missoni ihre Kollektionen.

Dolce&Gabbana.
Die Designer haben wieder einmal ihre Stärken ausgespielt. Typisch Dolce präsentieren sie echte sizilianische Schönheiten: Schwarze Samtkleider mit schwingendem Rock und üppigen Stickereien, Applikationen in Gold, große Rosen-Prints, Spitzenkleider, Mäntel mit Cape-artigen Überwürfen prägen den Look. Das Bild ist perfekt bis hin zum üppigen Ohrschmuck und den Haarreifen mit Schmucksteinen. Weiblich, sinnlich, sexy - das ist die eindeutige Botschaft.

Marni.
Klarliniger und purer als zuletzt ist die Formensprache bei Marni. Ensembles aus oversized Jacken oder Mänteln zu verkürzten Hosen oder knielangen Röcken prägen das Bild. Umso aufwändiger ist dabei das Spiel mit den Materialien. In unterschiedlichen Lagen und Volumina bestimmen sie den Look, der dadurch interessant und reich wird. Stoffe mit Stand, verfilzte Wolle, Leder in Schlangen-Optik, gelackte Oberflächen, Brokatstoffe und immer wieder Pelz-Einsätze beherrschen die Outfits. So entstehen spannungsreiche Colorblocks aus Rot-, Puder-, Braun- und Safran-Tönen. Drucke kommen nur vereinzelt zum Einsatz. Dekoration kommt vor allem über das Spiel mit Materialien und Farben ins Spiel. Wie immer sehr modern und mit neuer Prazision.

Trussardi. Die Marke erfährt vor allem in Italien mit Umit Benan Sahin, der seit wenigen Saison als Kreativchef die Geschicke des Hauses lenkt, wieder mehr Aufmerksamkeit. Dementsprechend war volles Haus in der doch ziemlich abseitigen Location. Der Look ist klar und durchaus kommerziell: Klassisch, konfektioniert und Menswear-inspiriert - so sieht der Designer die Trussardi-Frau zum Herbst. Blazer, Westen, hochgeschlossene Blusen und Hosen mit hoher Taille sind die Schlüssel-Elemente. Die Strenge wird durch peruanische Einflüsse aufgebrochen, die sich in lässigem Strick, zipfeligen Röcken in gebrannten Farben wie Grün, Rost, Orange und Grau sowie den typischen kugeligen Hüten widergespiegelt. Leder und großformatige Taschen, die zur DNA des Hauses gehören dürfen nicht fehlen. Vielleicht nicht richtungsweisend, aber durchaus interessant.

Aquilano Rimondi. Eine Mischung aus Marie Antoinette und italienischen Brokaten, so könnte man die Inspiration des italienisches Designduos Tommaso Aqilano und Roberto Rimondi für kommenden Herbst zusammenfassen. Eine sehr reiche, feminine Kollektion, mit figurbetonten Kleidern, Röcken und den dazu passenden Oberteilen. Auch die Farben wirken leicht antik, mit sattem Rot, Tannengrün, Lila und Schwarz. Zipper und Steine sind weitere Schmuckelemente. Eine sehr abendliche, couturige Kollektion.

Missoni. Angela Missoni greift diese Saison auf die Natur zurück – mit Materialien und Texturen, die an Holz, Steine und Mineralien erinnern. Für eine urbane Großstadt-Garderobe zeigt sie immer wieder die für Missoni typischen Musterungen, gerne auch geschlungen, für Kleider, Röcke und Hosen, die immer wieder mit Fell und Pelz spielen. Das kleine Cache Coeur zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Kollektion, wie eine Art Schutzschild. Auch die Farbigkeit orientiert sich sehr an der Natur. Diese Kollektion spiegelt die Handschrift von Missoni wider - und lässt trotzdem Spielraum für neue Interpretationen zu.