Ein Kaleidoskop an Materialien, Strukturen, Dimensionen und Farben, gekonnt zusammengeführt, alles wohl dosiert. Die Accessoires: majestätisch, bewusst überdekoriert. Wir sind bei Prada. Sind es Strukturen oder Drucke? Pastelle oder Knallfarben? Beides. Immer das Spiel zwischen echt und fake: Echte Tweeds neben Prints. Neopren entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Doubleface-Jersey. Poppige Pastelle - klingt paradox, beschreibt die Tonalität aber am besten. Der Schuh dazu: futuristische Latex-Stiefel mit stromlinienförmiger Sohle. Könnte der nächste Verkaufsschlager sein.

Generell: Immer wieder, gebetsmühlenartig, das Spiel mit Lagen. Bei Prada sowieso, um liebliche Babydolls mit strengen Herrenhemden und schwerem Strick zu brechen. Als neue Lage: Pelz, aber, wie bei Max Mara als untere Schicht. Derweil neben starken Seventies-Referenzen (Patch, Fell) schwingt auch eine Sixties-Attitüde mit. Am offensichtlichsten über A-Linien und moderate Absätze, etwas subtiler über Minilängen und ein etwas mädchenhafteres Frauenbild.