Derek Lam. Der Designer macht Druck. Modisch gesehen, denn seine Eröffnungsoutfits sind mit persischen Blumenprints versehen. Die gesamte Kollektion hat mehr Dampf: Man erkennt deutlich eine Sixties-Attitüde, aber sie drückt ist nicht profan durch Lidstrich und Beehive aus, wie man es zuletzt oft gesehen hat. Derek Lam zeichnet das Bild einer etwas schrullig daherkommenden Studentin. Pea-Coat, Popeline-V-Pulli, Bleistiftrock, Bubi-Kragen, Blouson, Etuikleid. Alles etwas schmaler, cooler, gebrochen mit Lack, Spitze und Leder. Also kein Eins-zu-Eins Nerd-Look.

DKNY.
Unter dem Titel „Poetic Rebellion“ zeigt Donna Karan in ihrer Zweitlinie Mode „für echte New Yorkerinnen − stark, aber liebenswert und hübsch, aber tough“. Streng geschnittene Anzüge werden in floralen Prints aufgemacht und schwingende Seidenröckchen mit coolen Lederjacken kombiniert. Grundsätzlich dominiert eine softe Silhouette mit abgerundeten Schultern, die in Kombination mit breiten miederartigen Gürteln, abnehmbaren, hohen Kragen und viel Leder eine toughe Note bekommt.

Diane von Furstenberg. Die für aufwändige Prints bekannte Kleiderkönigin setzt zum Winter 2012/13 auf kombinierfähige Separates in kräftigen Unis. Die Silhouetten sind schmal und deutlich weniger verspielt. Typisch sind Raffungen, asymetrische Effekte und transparente Einsätze. Hingucker: Ein schwarzes Top mit kontrastfarbigen Intarsien in Form von Händen, die den Oberkörper und Hüftbereich umfassen.

Tommy Hilfiger. Die gesamte Kollektion wurde von Military-Mänteln der 60er Jahre inspiriert. Ikonische Styles wie Peacoats und Trenchcoats standen Pate für Kleider, Anzüge und sogar Cocktail-Outfits, und typische Menswear-Dessins wurden auf zarten Seidenstoffen neu interpretiert. Dazu witzige Reiterkappen aus den jeweils gleichen Stoffen wie die Styles. „Eine Kollektion für Frauen, die nahtlos zwischen Stadt- und Landleben pendeln“, sagt Hilfiger.