Am Wochenede sind alle Augen auf New York gerichtet. Von Designern wie Alexander Wang, Derek Lam, DKNY, Diane von Furstenberg und Y-3 werden neue Impulse erwartet. Und die werden promp geliefert: Alexander Wang ignoriert Farbe und Diane von Furstenberg propagiert unüblicherweise Hosen.

ALEXANDER WANG.
Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen hat sich Alexander Wang zum kommenden Sommer ganz vom Thema Farbe abgewendet. In seiner vorwiegend in Schwarz und Weiß aufgemachten Kollektion dominieren viele Varianten von Bermuda-Shorts. Ob schneeweiß mit Bügelfalte oder schwarz mit horizontalen offenen Streifen, die nur durch Häkelfäden zusammengehalten werden... Ebenso wichtig: eine große Auswahl an uni Kleidern mit ähnlichem Durchblick. Schmale, transparente Bänder betonen ungewöhnliche Teilungsnähte, wie gerissen wirkende Cutouts geben den Blick frei auf Schenkel und Schulter. Dazu Wangs gewohnte Kapuzen-Sweatshirts, Anoraks und weitschwingenden Parkas. Zum Finale der Show erstrahlte Schwarzlicht einige Styles in „Glow in the dark“-Effekt.

DEREK LAM. Die schwarz/oliv karierten Looks zu Beginn der Show hatten ein eher herbstliches Feeling. So wirkten Patchwork-Kleider, Hosen mit kastigen Tops, Karo-Anzüge mit Leder-Tops und knielange Mäntel fast schon zu angezogen. Erst in der zweiten Hälfte der Show zeigte Lam etwas luftigere Looks. Zu den Hinguckern gehören Tops mit interessanten Cutouts zu Miniröcken im Grafik-Dessin, schulterfreie Kleider und elegante Rock/Top-Kombinationen für eine gepflegte Teestunde am Nachmittag.

DKNY. Die New Yorkerin liebt Gegensätze. So erklärt Donna Karan das Thema ihrer Zweitkollektion DKNY, die ganz in Schwarz, Weiß, verwaschenem Denim, Neutrals und „New York Taxi“-Gelb aufgemacht ist. Es gibt zwar Komplettlooks, aber alle Teile eignen sich zum Experimentieren: Ob cool oder elegant, ob casual oder fein gemacht – alles ist möglich. Badeanzüge fungieren als Bodysuit unter eleganten Röcken oder Jeans, und Kappen mit Schirm geben schmalen Rock-Ensembles einen legeren Touch. Besonders interessant: Bodenlange Kleider aus leichtem Neopren-Jersey im gleichen Stil wie die Swimwear des Labels.

DIANE VON FURSTENBERG. Bekannt ist sie für Wickelkleider und außergewöhnliche Prints. Doch davon ist in der Frühjahr/Sommer-Kollektion von Diane von Furstenberg in der kommenden Saison nur wenig zu finden. Bei den Materialien dominieren Unis in Weiß und starken Farben wie Rot, Blau, Pink und Türkis. Neben einer Auswahl an Kleidern und fließenden Röcken zeigt DVF diese Saison auch außergewöhnlich viele Hosen. Weite Beduinen-Pants, pinkfarbene Mikro-Shorts aus fester Seide mit weitem Bein, voluminös-drapierte Overalls und schmale Pants unter drapierten Kleidern sind nur einige der vielen Beispiele. Dazu Kurzjacken in interessantem Colorblocking oder hüftlange Westen.

Y-3. Nach einem Auftakt mit den für die Marke typischen Sportswear-Looks in Schwarz, Grau oder Weiß mit den bekannten Adidas-Streifen überraschte Designer Yohji Yamamoto seine Fans mit einem ungewöhnlichen Griff in den Farbtopf. Für nächsten Sommer kombiniert er Tops und lange Jacken in Kobaltblau mit gestreiften Hosen, verhüllt sportliche Shorts/T-Shirt-Outfits mit leichten Mänteln aus floral anmutenden Prints in Rot, Orange und Blau und schickt wadenlange Kleider in floralen Prints in Türkis und Pink über den Laufsteg. Die farbenfrohen Prints werden übrigens auch in der Haka eingesetzt, meist für Windjacken und kurze Mäntel.