Rag & Bone. Die Kollektion von David Neville und Marcus Wainwright überzeugt durch gekonntes Layering von interessanten Einzelteilen: Jacken und Mäntel aus Fischgrat-Degrade über kleingemusterten Seidenhosen im Pyjama-Stil, wadenlange Westen und Capes aus gestreiften Wolldecken über schimmernden Anzügen, Wickelröcke und Häkelkleider mit Ledereinsätzen über schmalen Hosen oder schenkelhohen Legwarmers. Ein gekonntes „Mix und Match“ für echte Großstadt-Nomaden.

Helmut Lang. Es ist erst die zweite Show des Designer-Duos Nicole und Michael Covolos, die sonst immer mit Installationen gearbeitet haben. Aber man spürt sofort, sie haben an Selbstvertrauen gewonnen. Nachdem die Kollektionen sonst eher immer Wiederholungen des typischen Looks Helmut Langs waren, haben die beiden sich dieses Mal mehr aus dem engen Korsett der Marke gelöst. Sie haben die gutverkäufliche, sehr geradlinige Kollektion für kommenden Winter mit einer Prise Weiblichkeit versehen. Neben den typischen, scharf geschnittenen Blazern, Jacken und Hosen in Neutrals wie Schwarz, Grau und Weiß gibt es eine Reihe weich geraffter Kleider, zarte Spitzentops, kuschelige Felljacken und eine kleine Gruppe in fröhlichen allover „Sprenkel“-Prints in Schwarz, Weiß und Rot. Warme Shearling-Jacken und Capes in mehreren Lagen runden die sehr tragbare Kollektion ab.