Mit den Schauen von Ralph Lauren und Calvin Klein fand die New York Fashion Week ihren krönenden Abschluss. Standing Ovations gab es für Ralph Laurens tragbare Luxusmode, die sich auch in einem prächtigen Landhaus gut machen würde. Zum Schluss überzeugte Calvin Klein-Designer Francesco Costa mit raffiniert geschnittenen Kleidern, die trotz voluminöser Stoffe und einer sehr eigenwilligen Schnittführung eine gute Figur machen.

Ralph Lauren. Maskulin meets feminin vom Feinsten. Figurnah geschnittene Anzüge aus Karo-, Nadelstreifen- und Fischgrat-Stoffen kombiniert Ralph Lauren zum nächsten Winter raffiniert mit maskulinen Accessoires wie Einstecktüchern, Westen, Melonen, Kappen, Zylindern und Gehstöcken. Sehr retro, sehr adelig und sehr elegant. Höhepunkt zum Ende der Show waren die femininen Cocktail- und Abendkleider vorwiegend in Schwarz und Gold mit üppigen Perlen- und Glitzerdekorationen im Halsbereich. Hingucker: Ein bodenlanges goldenes Kleid in Kombination mit einer Motorradjacke aus schwarzem Shearling mit goldener Patina.

Calvin Klein. Chefdesigner Francisco Costa hat seinen traditionellen, minimalistischen Look zum kommenden Herbst deutlich weicher und femininer umgesetzt. Kleider und Mäntel aus recht dicken aber sehr weich fallenden Wollstoffen – Costa nennt sie „technical wools“ – haben abgerundete Schultern und eine figurumspielende, aber keinesfalls enge Linienführung, die durch tiefe, gelegte Falten noch mehr Volumen bekommt. Edel das Spiel mit Materialmix von Leder, Samt und Chiffon, das von Costa fast ausschließlich Ton in Ton umgesetzt wird.