Tag neun in New York. Gleichzeitig der letzte Tag. Nach über 100 Schauen und Präsentationen ging am Donnerstag die New York Fashion Week zu Ende. Mit den zwei wohl weltweit bekanntesten US-Designern: Ralph Lauren und Calvin Klein. Und mit einer Überraschung. Statt des gewohnten All American-Looks in seinen Lieblingsfarben Blau, Rot, Weiß präsentierte Ralph Lauren eine von Spanien und Südamerika inspirierte Kollektion.

RALPH LAUREN.
Der New Yorker Designer hat sich zum kommenden Frühjahr/Sommer vom spanischen Adel inspirieren lassen. Zu dramatischen spanischen Klängen zeigte Ralph Lauren kurze Matador-Jacken zu Reiterhosen aus Veloursleder oder schmalen Pants. Lange Flamenco-Kleider aus schwarzer Spitze und Hose/Top-Kombinationen mit langen Fransenwesten oder –ponchos. Abgerundet wurde der Look durch Fransentaschen im Gaucho-Look und Baskenmützen in Schwarz oder Rot. Das „Kleine Schwarze“ interpretierte er neu als schwarzes Kostüm oder Wickelkleid mit langen Fransen. Außerdem: schöne lange Blumenkleider, teils mit romantisch schwingenden Volants in den vertikalen Teilungsnähten. Die Zuschauer waren so begeistert, dass für einzelne Outfits schon während der Show laut geklatscht wurde. Und zum Finale gab es nicht enden wollende Standing Ovations.

CALVIN KLEIN. Jean Paul Gaultier und Madonna lassen grüßen: Zum Auftakt seiner Show präsentierte Chefdesigner Francisco Costa schmale Kleider aus festem Satin-Doubleface mit konisch-spitzen BH-Elementen, die sich später auch bei Bustiers wiederholten. Satin-Doubleface mit einer schwarzen und einer hellbeigen Seite kam auch für kastige Mäntel mit außen liegenden Nähten, taillierte Jacken mit sehr rundem Hüftteil und Bustierkleider mit unregelmäßigen Kanten zum Einsatz. Außerdem spielte Costa mit sehr subtilem Materialmix von blickdichten und transparenten Stoffen in gleicher Farbstellung. Hingucker waren schmale Kleider in Eierschale mit Netz- oder Spitzen-Überkleidern aus schwarzer Seide.