Editor's Choice. Die besten Schauen zum Herbst/Winter 2013 aus New York, Tag sechs: Tory Burch, Vera Wang und Narciso Rodriguez. Die Designer setzen auf elegante Looks – wie geschaffen für den Fünfuhrtee – und interpretieren das kleine Schwarze neu.

Tory Burch. It’s Teatime. Tory Burch lebt mit ihren Söhnen im luxuriösen New Yorker Pierre-Hotel, und in diesem Hotel hat sie diese Saison auch erstmals ihre Kollektion präsentiert. Ebenso edel wie das Ambiente sind auch die Looks: Es dominieren fließende Kleider – allesamt knieumspielend -, hochgeschlossene Blusen, zum Teil mit Schluppe, feinste Strickteile und eine gute Prise Pelz und Leder. Flauschige Pelz- und wadenlange Blazer-Mäntel sind teils mit Leder-Applikationen und Stickereien versehen. Alles perfekt geeignet für den elganten Nachmittagstee. Auf überflüssige Schnörkel und extrem junge Styles hat sie diese Saison komplett verzichtet. Die stimmige Kollektion mit sehr harmonischen Komplettlooks beweist, dass die ursprünglich für sehr kombinierfähige Einzelteile bekannte Designerin deutlich erwachsener geworden ist.

Vera Wang. Das kleine Schwarze in neuer Aufmachung. Die für extravagante Abendkleider und Brautmode bekannte Designerin setzt zum kommenden Winter vorwiegend auf Minis und zeigt das „Kleine Schwarze“ in neuer Aufmachung: mit Pelzdetails, dramatischen Schößcheneffekten, Cutouts, in Colorblocking und in interessantem Lagenlook. Außerdem präsentiert Wang eine Reihe von Hosen – schwarz oder in farbigem Brokat – mit Glitzertops, floralen und Spitzen-Blusen. Besonders dramatisch: Pants kombiniert zu leichten Tops mit langem, „schleppenartigen“ Rückenteil. Dazu ärmellose Mäntel und Kastenjacken mit Pellerine und flauschigen Pelzcapes.

Narciso Rodriguez. Nach dem vielen Pelz und Leder, das bisher die New Yorker Schauen dominierte, wirkt die Kollektion von Narciso Rodriguez sehr schlicht und fast schon zu minimalistisch. Neben Schwarz und Weiß setzt der New Yorker Designer für kommenden Winter auf leuchtendes Dottergelb, warmes Orange und gebrochene Braun- und Blautöne. Die Looks sind clean und edel, in gerader Linienführung und meist hochgeschlossen. Es dominieren schmale Hosen, teils mit asymmetrischem Bund, gerade geschnittene kragenlose Jacken und Mäntel mit abgerundeter Schulterlinie sowie ärmellose Kleider, entweder körpernah und uni oder flatternd mit asymmetrischem Colorblocking.