Editor's Choice. Die besten Schauen zum Herbst/Winter 2013 aus New York, Tag vier: Victoria Beckham, Derek Lam, DKNY, Diane von Furstenberg und Tommy Hilfiger. Große Namen, große Neuerungen? Zumindest zeigt Victoria Beckham erstmals Strick. Und Intarsien sind ein Muss für nächste Saison. Das zeichnet sich bereits nach den ersten Präsentationen ab.

Victoria Beckham.
Die britische Designerin zeigt in ihrer erfolgreichen Kollektion zum kommenden Winter erstmals auch Strick. Schwarze Pullis mit frontalem Einsatz aus kobaltblauem oder schwarzem Ponyfell oder im Colorblock mit leuchtendem Gelb werden zu eleganten Bleistiftröcken oder schwarzen Hosen kombiniert. Neu auch der Einsatz typisch britischer Materialien wie Tweed, Fischgrat und Karo-Stoffen, die gekonnt mit teils kontrastfarbigem Ponyfell kombiniert werden. So beispielsweise ein grau-blauer Karo-Mantel mit breitem kobaltblauem Ponyfell-Saum. Für den Abend sieht Beckham ihre Kundinnen in eleganten Smoking-Jacken und -Mäntel mit langgezogenem Satinrevers und offenen Ärmeln. „Männliche Modernität“ nennt sie den zurückhaltenden, aber sehr ausgefeilten Look.

Tommy Hilfiger. Wie in seiner HAKA-Kollektion setzt Tommy Hilfiger zum nächsten Winter auch bei der DOB voll auf Karos. Die ersten Looks waren komplett in schwarz/weißem Hahnentritt aufgemacht: Mantel, Jacke, Hose, Rock und Bluse – selbst Hut und Krawatte. Dazu 60er Jahre-Stiefel mit quadratischer Schnalle. Das Thema zog sich in leicht abgemildeter Form durch die gesamte Kollektion. Karos werden als Einsatz bei Strick oder als Einfassung bei weißen Blusen eingesetzt oder kommen durch Lasercuts auf Leder zum Einsatz. Außerdem auch eine Serie in Blau mit roten Streifen und einige Teile in Schneeweiß.

Derek Lam. Schwarz, Weiß und Naturtöne auch bei Derek Lam, der mit graphischem Colorblocking und interessanten Intarisen arbeitet. Besonders schön sind Kleider und Röcke in Colorblocks aus kontrastfarbigem Leder und die voluminösen, teils bis zum Knie reichenden Westen aus flauschigem Fuchspelz. Clean und tragbar eine Gruppe mit legeren Bundfaltenhosen, die durch aufgesetzte Seitentaschen einen leichten Cargo-Effekt erhalten. Dazu Tops mit Pellerinen-artigem Schulterbereich, der auch bei einem langen Kleid zum Einsatz kommt. Für Kundinnen, die ihre Pellerine lieber lose überhängen, hat Lam ein Modell aus schwarzem Nappa-Leder im Angebot. Zarte, körpernahe Strickoberteilte und legere Kurzmäntel in neutralem Beige runden das Angebot ab.

DKNY. Edles Colorblocking von Schwarz, Beige und Weiß, legeres Layering und viel Leder sind die Hauptelemente der Zweitkollektion von Donna Karan. So kombiniert sie Tuniken mit schwingendem Rockteil und lässige Strickpullis mit Intarsienmuster mit knielangen Röcken sowie kurze Bomberjacken über langen Blazern mit schmalen Hosen. Besonders schön: figurnahe Kleider mit interessanten Teilungsnähten und lässige Strickteile mit verfremdetem Leopraden-Dessin in Natur- oder leuchtenden Farben. Zum Abschluss eine Reihe bodenlanger, hochgeschlitzter Kleider über schmalen, schwarzen Hosen.

Diane von Furstenberg. Bei der Schau von Diane von Furstenberg kamen die Fans der aus Belgien stammenden Designerin diesmal wieder voll auf ihre Kosten. Von Furstenberg zeigte eine Flut von wunderschönen, tragbaren und sehr femininen Kleidern. Neben den für die Linie typischen Prints kommt zum nächsten Winter auch Wildleder – beispielsweise für Wickelkleider – zum Einsatz. Weitere Hingucker waren Strickkleider mit Chiffonärmeln, exotische Anzüge mit Glitzerjacken, reisefreundiche Kurzmäntel, abstrakt gemusterte Pants, Lederhosen in Gold oder Silber und Top/Hose-Kombinationen in frechen Prints.